Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIAL 1 / 2022
Anmeldung zur 4. Jahrestagung der TPT (Tierärztliche Plattform Tierschutz)
"Tierschutz und Lebensmittelsicherheit am Schlachthof 
Was muss sich ändern?"

 
 
 
 
 
 
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Hintergründe, Notwendigkeit und Bewertung der Dienstleistung Schädlingsbekämpfung

Durch den weltweiten Warenverkehr nimmt die Verbreitung von Schädlingen kontinuierlich zu. Nicht selten werden sie, geschützt durch Verpackungen, in die Lebensmittelbetriebe eingeschleppt. Der folgende Beitrag fasst zusammen, warum manche Tiere als Schädling eingestuft werden und weist auf die Notwendigkeit der Früherkennung sowie der professionellen Bekämpfung eines festgestellten Befalls hin.

Autor:
T. F. Voigt      
Postfach 1217           
69511 Laudenbach/Bergstraße

Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden. Dies geht in beide Richtungen, auch der Mensch kann Infektionserreger auf Tiere übertragen (Anthropozoonose). Man geht davon aus, dass ungefähr zwei Drittel aller Infektionserreger, die beim Menschen eine Rolle spielen, aus dem Tierreich stammen, bei den neuen Infektionskrankheiten („emerging infectious diseases“) sind es sogar drei Viertel. Zoonosen kommen weltweit bei den unterschiedlichsten Tierarten vor, aber nicht alle führen bei einer Übertragung auf den Menschen zu schweren Verläufen oder gar zum Tod.

Quelle:
Friedrich-Loeffler-Institut,
Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit

 

Die Gemeine Stechfliege (lat.: Stomoxys calcitrans) – auch bekannt als „Wadenstecher“ – ist weltweit verbreitet und sieht der Stubenfliege ähnlich. Großer Unterschied: Die Stechfliege besitzt einen Stechrüssel, durch den sie Blut saugt. Während dieser Blutmahlzeit kann sie auf ihre Wirtstiere Krankheiten übertragen, auch auf den Menschen. Inwieweit Schweine durch die Stechfliege gefährdet sind, untersuchte eine Studie der Vetmeduni Vienna.

Autor:
L. Schwarz
Universitätsklinik für Schweine
Veterinärmedizinische Universität
A-Wien

In dieser Falldarstellung wird das Vorgehen in einem Milchviehbetrieb beschrieben, in dem ein Salmonelleneintrag über eine kontaminierte Grassilage nachgewiesen werden konnte. Das Infektionsgeschehen zeichnete sich durch eine hohe Infektionsrate innerhalb der Herde aus. Eindeutig durch die Salmonellen hervorgerufene klinische Auffälligkeiten konnten in der Herde nicht festgestellt werden. Es wurde das beim Rind bisher nur sporadisch festgestellte Serovar Salmonella Thompson nachgewiesen. Als Eintragsquelle der Salmonellen in den Milchviehbetrieb konnte eine verfütterte Grassilage ermittelt werden. Die Sanierung des Rinderbestandes wurde durch die Eliminierung der kontaminierten Grassilage, die Impfung der Rinder und ein betriebsinternes Hygienemanagement durchgeführt.

Autor:
S. Wilke
Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Hochsauerlandkreis
Dünnefeldweg 13 
59872 Meschede

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