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Retrospektive Untersuchung zur Verurteilungspraxis tierschutzrelevanter Straftaten in Deutschland

Bei der Sanktionierung besonders schwerer tierschutzrelevanter Straftaten wird bei der Abgabe des Verfahrens an die zuständige Staatsanwaltschaft immer wieder ein Vollzugsdefizit beklagt (vgl. u.a. Bergschmidt 2015). Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit den Voraussetzungen der Strafbarkeit gem. § 17 Tierschutz-gesetz und der Analyse der deutschlandweiten Verurteilungspraxis tierschutz-relevanter Straftaten von 2002 bis 2018, auf Grundlage welcher das (vermeintliche) Vollzugsdefizit untersucht, beschrieben sowie Lösungsansätze diskutiert wurden.

Autor*innen:
L. Benner, D. Best, K. Büttner, S. Krämer   
c/o L. Benner
Klinikum Veterinärmedizin
Justus-Liebig-Universität Gießen
Frankfurter Straße 110
35392 Gießen

Amtstierärzte spielen als Strafanzeigensteller oder als Sachverständige eine wichtige Rolle in Tierschutzstrafverfahren. Daher ist für Amtstierärzte ein Grundverständnis des deutschen Strafrechtssystems wichtig. Dieser Beitrag vermittelt einen Überblick über die relevanten Organe der Strafrechtspflege und den Ablauf eines Strafverfahrens bei Tierschutzdelikten. Auch wird auf die unterschiedlichen Rollen eingegangen, die ein Amtstierarzt in Tierschutzstrafverfahren einnehmen kann.

Autorin:
A D. Kari        
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg  
Stabsstelle Landestierschutzbeauftragte (SLT)
Kernerplatz 10
70182 Stuttgart          

Die retrospektive Kontrolle von langen Beförderungen von Livestock-Tieren – insbesondere in Drittländer – ist eine reine Dokumenten- und Datenkontrolle. Zu den Prüfungsinhalten, den Problemen bei der Prüfung und Hindernissen, die bereits einer Abfertigung langer Beförderungen entgegenstehen, verhält sich dieser Aufsatz. Weiter soll geklärt werden, warum für die Behörde am Versandort eine Pflicht zur Vornahme von Retrospektivkontrollen besteht. Auch für eine ordnungsgemäße Abfertigung zukünftiger Transporte ist die retrospektive Prüfung vergangener Transporte unabdingbar.

Autor*innen:
A. Rabitsch, M. Marahrens, .P. Scheibl, B. Felde   
c/o A. Rabitsch          
Waldstraße 13           
A-9170 Ferlach

Hautveränderungen bei Schlachtschweinen können Folge tierschutzrelevanter Vorkommnisse beim Transport oder beim Treiben in der Schlachtstätte sein. Diese müssen von Kannibalismus oder spezifischen Dermatitiden bei systemischen Infektionskrankheiten, elektrischen Verbrennungen oder Strommarken, Hitze-einwirkung, Tätowierungen und endogen pigmentierten Hautveränderungen im Rahmen pathologischer Prozesse unterschieden werden. Insbesondere bei der Rasse Duroc sind melanozytäre Tumoren beschrieben. Als Besonderheit ist zu beachten, dass durch das schlachttechnologische Brühen und Entborsten die knotenförmigen Melanome zusammen mit der Epidermis entfernt werden, so dass am Schlachttierkörper lediglich ungewöhnlich pigmentierte kraterförmige Einsenkungen zurückblieben. Erst die weitergehende histopathologische Unter-suchung ermöglicht eine eindeutige differentialdiagnostische Abgrenzung von mechanisch-traumatischen, elektrischen, thermischen sowie infektiösen Ursachen.

Autor*innen:
J. P. Teifke, S. Gerst, J. Sehl-Ewert, D. Driemeier, S. Niedermeyer, G. Pannwitz, U. Koepsel, R. Schäfer, R. Wölk           
c/o J. P. Teifke          
Friedrich-Loeffler-Institut
Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit           
Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit
Südufer 10     
17493 Greifswald – Insel Riems

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