Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIAL 1 / 2022
Anmeldung zur 4. Jahrestagung der TPT (Tierärztliche Plattform Tierschutz)
"Tierschutz und Lebensmittelsicherheit am Schlachthof 
Was muss sich ändern?"

 
 
 
 
 
 
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Hautveränderungen bei Schlachtschweinen können Folge tierschutzrelevanter Vorkommnisse beim Transport oder beim Treiben in der Schlachtstätte sein. Diese müssen von Kannibalismus oder spezifischen Dermatitiden bei systemischen Infektionskrankheiten, elektrischen Verbrennungen oder Strommarken, Hitze-einwirkung, Tätowierungen und endogen pigmentierten Hautveränderungen im Rahmen pathologischer Prozesse unterschieden werden. Insbesondere bei der Rasse Duroc sind melanozytäre Tumoren beschrieben. Als Besonderheit ist zu beachten, dass durch das schlachttechnologische Brühen und Entborsten die knotenförmigen Melanome zusammen mit der Epidermis entfernt werden, so dass am Schlachttierkörper lediglich ungewöhnlich pigmentierte kraterförmige Einsenkungen zurückblieben. Erst die weitergehende histopathologische Unter-suchung ermöglicht eine eindeutige differentialdiagnostische Abgrenzung von mechanisch-traumatischen, elektrischen, thermischen sowie infektiösen Ursachen.

Autor*innen:
J. P. Teifke, S. Gerst, J. Sehl-Ewert, D. Driemeier, S. Niedermeyer, G. Pannwitz, U. Koepsel, R. Schäfer, R. Wölk           
c/o J. P. Teifke          
Friedrich-Loeffler-Institut
Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit           
Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit
Südufer 10     
17493 Greifswald – Insel Riems

Ein ehrenamtlicher Pharmazierat bemerkte im Rahmen seiner Apothekenbegehungen in einer Apotheke auffällige Arzneimittel und Nahrungs-ergänzungsmittel. Insgesamt drei ApothekerInnen verkauften große Mengen selbst hergestellter Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel ohne Zulassung und ohne Registrierung, sowohl in ihren Apotheken als auch im Wege des Internethandels.

Autorin:
M.-L. Wieser
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Veterinärstr. 2
85764 Oberschleißheim

Online-Instrument zur betriebsindividuellen Risikoeinschätzung für einen Eintrag von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Schweine haltende Betriebe Deutschlands

Die Zahl der bestätigten Fälle von Wildschweinen mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Deutschland nimmt zu. Damit steigt, durch das Infektionsgeschehen in anderen europäischen Staaten und durch die Gefahr von Sprunginfektionen durch menschliches Verhalten, das Risiko eines Eintrags von ASP in Hausschwein-bestände. Entscheidend für eine erfolgreiche Vorsorge ist eine effektive Risikominimierung einer Viruseinschleppung in die Ställe. Im Hinblick auf die Prävention der ASP deckt die Einhaltung der SchHaltHygV jedoch mehrere spezifische Risiken nicht ausreichend ab. Wichtige tatsächliche Risikofaktoren für einen ASP-Eintrag werden nicht erfasst bzw. entziehen sich einer Regulierung. Es existieren aktuelle fachliche Empfehlungen zur Prävention, z.B. vom Friedrich-Loeffler-Institut. Doch wie betrieblich im Schweinebestand umsetzen? An der Universität Vechta wurde hierzu ein Instrument entwickelt, die ASP-Risikoampel.

Autor*innen:   
B. Grabkowsky, N. Denzin, F. J. Conraths; T. Blaha, M. Gellermann
c/o B. Grabkowsky
Universität Vechta
Driverstr. 22
49377 Vechta

 

Empfehlung für ein strukturiertes Fachgespräch

Wer Wirbeltiere oder Kopffüßer zu wissenschaftlichen Zwecken halten oder züchten will, bedarf gemäß § 11 Abs. 1 Nr. 1 Tierschutzgesetz (TierSchG) der Erlaubnis der zuständigen Behörde. Die in der Erlaubnis genannte Person, trägt dabei umfassende Verantwortung für die Einhaltung aller für den Tierschutz relevanten Bestimmungen. Bestehen behördlicherseits Zweifel an der erforderlichen Sachkunde, so kann und muss die Behörde das Fachgespräch verlangen (Hirt/Maisack/Moritz, 2007, TierSchG § 11 RdNr. 22). Die Anforderungen an die Sachkunde und deren Prüfung sind im Gesetz inhaltlich nicht im Detail definiert. Um der zuständigen Behörde eine Handlungshilfe zu geben, hat der Ausschuss für Versuchstierkunde der Berliner Tierärztekammer diese Empfehlung für ein strukturiertes Fachgespräch zum Sachkundenachweis nach § 11 TierSchVersV entwickelt.

Autor*innen:   
S. Jeuthe, C. Abramjuk, K. Dietert, M. Kock, A. Schulz, C. Thöne-Reineke, K. Ullmann, H. Ratsch, M. Ladwig-Wiegard
c/o S. Jeuthe
Ausschuss für Versuchstierkunde der Tierärztekammer Berlin     
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft
Robert-Rössle-Str. 10           
13125 Berlin-Buch

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