Ein Fallbericht

Es wird beschrieben, wie ein Pferdehalteverbot bei einer defizitären Vollblutzucht als letztes Mittel angewendet wurde, nachdem alle anderen in § 16a TierSchG vorgegebenen Maßnahmestufen (konkrete Anordnungen, Tierwegnahmen) ausgeschöpft worden waren. Das VG und das OVG bestätigten das Pferdehalteverbot. Dieser Fall war mit einem sehr hohen zeitlichen Aufwand an Kontrollen, Dokumentationen, Anwendung des Verwaltungsrechts und gerichtlichen Auseinandersetzungen verbunden gewesen.

Autorin:
A. Wagner-Stephan
Konrad-Zusestraße 11
66115 Saarbrücken

Unterstützung für den sachgemässen Einsatz von Antibiotika in der Veterinärmedizin

Im Rahmen der Schweizer Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) wurde zur Förderung des sachgemäßen Einsatzes von Antibiotika unter anderem ein Therapieleitfaden für die wichtigsten bakteriellen Infektionskrankheiten von Schweinen und Rindern entwickelt. Die Entstehung, der Inhalt und die Erfahrungen mit dem Therapieleitfaden werden dargestellt.

Autorinnen:
D. Heim, F.Stucki
c/o D. Heim
Fachbereich Tierarzneimittel und Antibiotika
Eidgenössisches Departement des Innern - EDI
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
Abteilung Tiergesundheit
Schwarzenburgstrasse 155
CH - 3003 Bern

Erkenntnisse aus diversen Untersuchungen der Jahre 2015 bis 2017

Das Ziel der Voruntersuchung war es, Schwellenwerte für den Nachweis von ausgewählten Antibiotika im Harn von Kälbern zu definieren, so dass aus den Rückstandswerten auf das Management und die Antibiotikabehandlungen in den Herkunftsbetrieben geschlossen werden kann. Auf vier Pilotbetrieben im Kanton Zürich wurden alle Behandlungen mit Antibiotika erfasst. Bei der Schlachtung wurden von 42 Kälbern Proben von Harn und Organen entnommen und im Kantonalen Labor auf Rückstände von Tetrazyklinen, Sulfonamiden, Aminopenicillinen und Makroliden untersucht.

Autor:
D. Strabel
Veterinäramt Kanton Zürich
Zollstrasse 20
CH- 8090 Zürich

Vorgaben des Tierschutzgesetzes, des Chemikaliengesetzes und der Gefahrstoffverordnung sowie der Biozidproduktzulassung fordern in Deutschland für die chemische Bekämpfung von Schädlingen in einigen Fällen nicht nur eine Sachkunde, sondern eine Kombination von Sachkunden. Abhängig von dem zu bekämpfenden Schädling, der Umgebung, in der der Schädling bekämpft werden soll, sowie vom Schädlingsbekämpfungsprodukt mit seiner spezifischen Wirkstoffkonzentration und vorgeschriebenen Ausbringungsweise sind die Regelungen des Chemikalienrechts und des Tierschutzrechts zu beachten. Es wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten dem Futtermittelunternehmer offen stehen, Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen selbst durchzuführen, und wo aufgrund produktspezifischer Anwendungsbestimmungen sachkundige Anwender hinzuzuziehen sind.

Autorin:
F. Freise
Fachbereich Schädlingsbekämpfung
Task-Force Veterinärwesen - Dezernat 32
Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz u. Lebensmittelsicherheit
Postfach 3949
D-26029 Oldenburg

 

 

 

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