Zur Reduktion von Verderbs- und Krankheitserregern werden in der Fleischindustrie häufig chlorhaltige Desinfektionsmittel verwendet. Diese können durch Rückstände Auswirkungen auf die Verbrauchergesundheit haben. Wang et al. überprüften die Eignung von elektrolysiertem Wasser für den Einsatz in der Fleischindustrie.

Kontakt:
R. Pichner
Motschenbacher Mühle 1
95336 Mainleus

Sushi ist ein japanisches Traditionsgericht, das in der Regel aus rohem Fisch und mit Reisessig angesäuertem Reis sowie Nori besteht. Aufgrund der rohen Bestandteile, insbesondere bei der Verwendung von Fisch, Garnelen und Muschelfleisch, gehört Sushi zu den leichtverderblichen Lebensmitteln. Am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) werden regelmäßig Untersuchungen zum mikrobiologischen Status von Sushi durchgeführt. Neben der sensorischen Beschaffenheit werden die Proben auf mögliche pathogene Erreger wie Listeria monocytogenes und Salmonellen, Lebensmittelintoxikationserreger (Bacillus cereus, Staphylococcus aureus), Verderbnisparameter (Hefen, Schimmelpilze, Pseudomonaden) und Hygieneindikatoren (Enterobacteriaceae, E. coli) untersucht. Insgesamt wurden 126 Proben Sushi im Zeitraum von 2015 bis 2017 aus in Bayern ansässigen Gaststätten, Restaurants und Imbisseinrichtungen einer Untersuchung unterzogen und die Trendentwicklung des mikrobiologischen Status von Sushi ermittelt.

AutorInnen:
K. K. Nguyen, H. Bauer, G. Schulze
c/o K. K. Nguyen
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Eggenreuther Weg 43
91058 Erlangen

Aus zahlreichen Berichten, vor allem auch im Fernsehen, ist bekannt, wie in vielen südlichen Ländern, insbesondere in der Türkei, im Nahen Osten, im Maghreb und in den asiatischen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, üblicherweise geschlachtet wird: Neben der üblichen Betäubungslosigkeit der Schlachtung (Schächtung) sind dort sehr häufig Praktiken an der Tagesordnung, die den Tieren vor ihrem Tod erhebliche und länger anhaltende oder sich wiederholende Schmerzen und Leiden zufügen (z. B. Fesselung, Griff in die Augen, mehrfach hintereinander ausgeführte Entblutungsschnitte, minutenlang währender Todeskampf). Die Schlachtung in diesen Ländern erfolgt deswegen in aller Regel unter tierquälerischen Bedingungen. Für die Amtstierärztin/den Amtstierarzt, die / der einen Tiertransport in ein solches Land nach Art. 14 Abs. 1 TTVO genehmigen soll, stellt sich deswegen die Frage, ob sie/er mit dieser Amtshandlung nicht eine Beihilfe / Beitragstäterschaft dazu leistet, dass an den Tieren – wenn auch erst in einiger räumlicher Entfernung und mit einer mehr oder weniger großen zeitlichen Distanz – der Straftatbestand der Tierquälerei (in Deutschland strafbar nach § 17 Nr. 2 b TierSchG, in Österreich nach § 222 Abs. 1 Nr. 1 ö. Strafgesetzbuch) verwirklicht wird.

Autoren:
Ch. Maisack
Büro der Landesbeauftragten für Tierschutzangelegenheiten
Hessisches Ministerium f. Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft u. Verbraucherschutz
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden

A. Rabitsch
Waldstraße 13
A - 9170 Ferlach

Die Sauenhaltung in konventionellen landwirtschaftlichen Betrieben weist eine hohe Tierschutzproblematik auf, die alle drei Haltungsbereiche (Abferkelbereich, Deckzentrum, Wartebereich) betrifft. Den Sauen ist es nicht möglich, ihr arteigenes Verhalten innerhalb der verschiedenen Funktionskreise auszuleben. Die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (Abschnitt 5: Anforderungen an das Halten von Schweinen) entspricht gemäß ihren Haltungsanforderungen und der praktizierten Umsetzung nicht den Mindestanforderungen der EU Richtlinie 2008 / 120 und verstößt insbesondere gegen §1 und 2 Tierschutzgesetz.

Autorin:
Ch. Wilczek
Ländlicher Raum, Veterinärwesen, Verbraucherschutz
Landkreis Darmstadt-Dieburg

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