Die Landesakademie Baden-Württemberg für Veterinär- und Lebensmittelwesen (AkadVet) wurde im Jahr 2010 durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) sowie den baden-württembergischen Landkreistag und Städtetag gegründet. Seitdem bündelt die Einrichtung die Aus-, Fort- und Weiterbildungen des Kontrollpersonals im Veterinär- und Lebensmittelwesen zentral in Stuttgart unter einem Dach. Derzeit bildet die AkadVet Lebensmittel-kontrolleure, amtliche Fachassistenten sowie Veterinärhygienekontrolleure aus und führt den tierärztlichen Staatskurs durch. Die Lehrgänge und Fortbildungen stehen auch für Teilnehmer außerhalb Baden-Württembergs offen. Geleitet wird die Einrichtung durch den Beirat, für die fachliche Ausgestaltung der Lehrgänge und Fortbildungen ist das MLR verantwortlich. Durch die Anbindung an neue Lehrmethoden schafft die AkadVet die Voraussetzungen dafür, dass sie auch in Zukunft in der Ausbildungslandschaft in Deutschland bestehen kann.

AutorInnen:
Franz, E. Suhr-Hahn, M. Hartmann
c/o M. Franz
Landesakademie Baden-Württemberg für Veterinär- und Lebensmittelwesen
Rosenbergstraße 17
71076 Stuttgart

Ein Erfahrungsbericht aus dem Regierungsbezirk Darmstadt

Der vorliegende Artikel fasst die Ergebnisse von Teamkontrollen während der Schlachtung von Schweinen, Rindern und Schafen, die in 31 Betrieben im Regierungsbezirk Darmstadt in den Jahren 2014 bis 2017 durchgeführt wurden, zusammen. Die Einhaltung tierschutzrechtlicher Vorschriften wurden amtstierärztlich überprüft, zugleich wurden eingesetzte Betäubungsgeräte technisch inspiziert. Festgestellte Abweichungen betrafen vor allem den fehlerhaften Umgang mit den Schlachttieren, einen mangelhaften Betäubungserfolg und fehlende Betäubungskontrollen. Aufgrund dieser Erkenntnisse wird eine häufigere Anwesenheit von dafür geschulten amtlichen Tierärzten während der Durchführung von Schlachtungen auch in kleinen handwerklichen Schlachtbetrieben für erforderlich gehalten. Ebenso erscheint eine Evaluierung der gesetzlich festgelegten Parameter für die Elektrobetäubung angezeigt.

AutorInnen:
C. Frisch, S Lautenschläger, K. Merl
c/o K. Merl
Regierungspräsidium Darmstadt
Dezernat V 54 – Veterinärwesen und Verbraucherschutz
Wilhelminnstraße 1 - 3
64283 Darmstadt

Seit Januar 2017 werden in Deutschland nahezu ausschließlich Legehennen mit intakten Schnäbeln eingestallt. Dabei ist die Gestaltung der Junghennenaufzucht ein entscheidender Faktor für das Gelingen der späteren Legeperiode. Spezialrechtliche Regelungen für die Aufzucht von Junghennen – insbesondere auch zur Besatzdichte – fehlen bisher allerdings. Auf Grundlage planimetrischer Untersuchungen und praktischer Erfahrungen hat sich die Fach-AG Legehennen des Tierschutzplans Niedersachsen einvernehmlich auf eine Besatzdichte von 18 Junghennen / m² nutzbarer Fläche geeinigt. Auf dieser Basis wurde ein Verordnungsentwurf des Bundesrates zur Schaffung einheitlicher Anforderungen an die Junghennenaufzucht verabschiedet (Drucksache 403 / 16 vom 4. Nov. 2016), der allerdings bis heute nicht umgesetzt ist. Stattdessen werden seitens der Geflügelwirtschaft auf Bundesebene 32 kg / m² nutzbarer Fläche diskutiert.

Autorinnen:
E. Moors, S.Petermann
Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)
Tierschutzdienst (Dez. 33)
Röverskamp 5
26203 Wardenburg

Effekt von Sicherheitshinweisen auf Geflügelfleischverpackungen

Geflügelfleisch ist immer wieder eine Quelle für Lebensmittelinfektionen. Ein sicherer Umgang mit diesem Lebensmittel kann bedeutend die Infektionsrate senken. Seit 2001 werden in den Niederlanden rohe Geflügelfleischprodukte mit einem Warnhinweis versehen. Antonise-Kamp et al. überprüften in einer Online-Befragung den Einfluss eines solchen Sicherheitshinweises auf Lebensmitteln auf die Risikowahrnehmung sowie das Verbraucherverhalten beim Umgang mit rohem Geflügelfleisch.

bearbeitet von:
R. Pichner
Motschenbacher Mühle 1
95336 Mainleus

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