Erkenntnisse aus diversen Untersuchungen der Jahre 2015 bis 2017

Das Ziel der Voruntersuchung war es, Schwellenwerte für den Nachweis von ausgewählten Antibiotika im Harn von Kälbern zu definieren, so dass aus den Rückstandswerten auf das Management und die Antibiotikabehandlungen in den Herkunftsbetrieben geschlossen werden kann. Auf vier Pilotbetrieben im Kanton Zürich wurden alle Behandlungen mit Antibiotika erfasst. Bei der Schlachtung wurden von 42 Kälbern Proben von Harn und Organen entnommen und im Kantonalen Labor auf Rückstände von Tetrazyklinen, Sulfonamiden, Aminopenicillinen und Makroliden untersucht.

Autor:
D. Strabel
Veterinäramt Kanton Zürich
Zollstrasse 20
CH- 8090 Zürich

Vorgaben des Tierschutzgesetzes, des Chemikaliengesetzes und der Gefahrstoffverordnung sowie der Biozidproduktzulassung fordern in Deutschland für die chemische Bekämpfung von Schädlingen in einigen Fällen nicht nur eine Sachkunde, sondern eine Kombination von Sachkunden. Abhängig von dem zu bekämpfenden Schädling, der Umgebung, in der der Schädling bekämpft werden soll, sowie vom Schädlingsbekämpfungsprodukt mit seiner spezifischen Wirkstoffkonzentration und vorgeschriebenen Ausbringungsweise sind die Regelungen des Chemikalienrechts und des Tierschutzrechts zu beachten. Es wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten dem Futtermittelunternehmer offen stehen, Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen selbst durchzuführen, und wo aufgrund produktspezifischer Anwendungsbestimmungen sachkundige Anwender hinzuzuziehen sind.

Autorin:
F. Freise
Fachbereich Schädlingsbekämpfung
Task-Force Veterinärwesen - Dezernat 32
Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz u. Lebensmittelsicherheit
Postfach 3949
D-26029 Oldenburg

 

 

 

Plausibilitätsprüfung nach Artikel 14 Abs. 1 Tiertransportverordnung

Lange, grenzüberschreitende Nutztiertransporte bedürfen gem. Art. 14 der Europäischen Tiertransportverordnung (TTVO) der vorherigen Genehmigung durch die Behörde am Versandort. Wesentlicher Bestandteil des Genehmigungsverfahrens ist neben einer Dokumentenkontrolle die Plausibilitätsprüfung, ob das vorgelegte Fahrtenbuch wirklichkeitsnahe Angaben enthält und darauf schließen lässt, dass auf dem Transport alle Vorschriften der TTVO eingehalten werden. Seit dem Urteil des EuGH v. 23.4.2015 (C-424 / 13) ist klar, dass die Vorschriften der TTVO auch auf Transportabschnitten, die außerhalb der EU in Drittländern verlaufen, eingehalten werden müssen.

Autoren:
Ch. Maisack
Büro der Landesbeauftragten für Tierschutzangelegenheiten
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden

A. Rabitsch
Waldstraße 13
A-9170 Ferlach

 

Datengrundlage zur Einführung des Programms

Das Anfang 2015 initiierte hessische MAP-Untersuchungsprogramm „HEMAP“ ermöglicht durch eine zweimal jährlich fortlaufende Untersuchung von Sockentupfern die Etablierung eines auf der Basis von Umweltproben unverdächtigen Status, der mit steigender Probenanzahl an diagnostischer Sicherheit gewinnt. Betriebe mit positiven Sockentupferergebnissen haben die Möglichkeit, durch die Teilnahme an einem Sanierungsprogramm die Innerherdenprävalenz zu senken und längerfristig auf eine Eradikation hinzuwirken. In Vorbereitung auf das Untersuchungsprogramm wurde mittels einer zufälligen Auswahl von Milchviehbetrieben die Prävalenz von Mycobacterium avium ssp. paratuberculosis (MAP) im Bundesland Hessen anhand von Sockentupfern untersucht.

AutorInnen:
Noll, T. Eisenberg, M.Rohde, K. Schlez, K. Failing, A. Fawzy, M. Zschöck
c/o I. Noll
Regierungspräsidium Gießen
Schanzenfeldstraße 8
35578 Wetzlar

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