Die Schlussfolgerungen im in der Überschrift zitierten Aufsatz, erschienen in: Amtstierärztlicher
Dienst und Lebensmittelkontrolle, 25. Jahrgang – 4/2018, S. 209 bis 215, werden nochmals dargestellt. Auf den sogenannten Gehilfen-Vorsatz wird eingegangen.

Autoren:
Ch. Maisack
Büro der Landesbeauftragten für Tierschutzangelegenheiten
Hessisches Ministerium f. Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft u. Verbraucherschutz
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden

A. Rabitsch
Waldstraße 13
A - 9170 Ferlach

Kostentragungspflicht für den Halter kann auch über eine Einziehung hinaus bestehen

In der Praxis und nach der Systematik des Tierschutzgesetzes können bei besonders schwerwiegenden Tierschutzfällen eine vorläufige Fortnahme von Tieren auf Kosten des Halters und ggf. auch weiterführende Maßnahmen bis hin zu einem Eigentumsentzug gegenüber unzuverlässigen Haltern und Eigentümern erforderlich werden. Für den Eigentumsentzug nehmen neben Veräußerungsanordnungen die mit weniger rechtlichen Risiken behafteten Einziehungsanordnungen als Voraussetzung für eine folgende Übereignung der Tiere an zuverlässige Dritte weiterhin zu.

Autor:
S. Ludwig
Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz
Landratsamt Göppingen
Pappelallee 10
73037 Göppingen

Deutscher Tierschutzbund veröffentlicht Datenauswertung

Im Jahr 2017 war die Anzahl der Fälle von illegalem Heimtierhandel in Deutschland doppelt so hoch wie in den Jahren zuvor. Das zeigt eine im November 2018 veröffentlichte Auswertung, in welcher durch Medienberichte oder betroffene Tierheime bekannt gewordene Fälle untersucht wurden. Insbesondere die zu früh von der Mutter getrennten, kranken Hundewelpen bringen die Tierheime, die bei der Notunterbringung für die Behörden einspringen, immer noch an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Autorinnen:
A. Furler-Mihali, L. Hoth, M. Gerlach, H. Mackensen
c/o L. Hoth
Deutscher Tierschutzbund e. V.
Spechtstraße 1
85579 Neubiberg

Die Checkliste für die Beurteilung der vorübergehenden Haltung von Süßwasserzierfischen bei Importeuren und Großhändlern (Merkblatt Nr. 125) der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e. V. (TVT) wurde grundlegend überarbeitet. Zu dem Zweck wurde erstmalig ein Arbeitskreis gegründet, der neben Mitgliedern des Arbeitskreises 8 der TVT auch Vertreter der European Association of Fish Pathologists und des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e. V. umfasste. Das überarbeitete Merkblatt 125 wurde mit einer Präambel ergänzt, in der auf die Haltungsnorm des Tierschutzgesetzes (§ 2) verwiesen wird und in der dargelegt wird, dass die Festlegung konkreter Grenzwerte, z. B. zur Besatzdichte, Beckengröße oder auch Wasserparametern in der Regel nicht möglich und auch nicht zielführend ist. Die Anforderungen des Merkblatts beziehen sich auf die vorübergehende und nicht auf eine dauerhafte Haltung von Süßwasserzierfischen. Die Bedeutung der Vorbeugung wird in der Präambel hervorgehoben. Für 2019 ist beabsichtigt, die Checkliste zur Überprüfung von Süßwasser-Zierfischhaltungen im Zoofachhandel (TVT-Merkblatt Nr. 37) in gleicher Weise zu überarbeiten.

Kontakt:
D. W. Kleingeld
Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Task-Force Veterinärwesen
Eintrachtweg 19
30173 Hannover

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