Aus zahlreichen Berichten, vor allem auch im Fernsehen, ist bekannt, wie in vielen südlichen Ländern, insbesondere in der Türkei, im Nahen Osten, im Maghreb und in den asiatischen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, üblicherweise geschlachtet wird: Neben der üblichen Betäubungslosigkeit der Schlachtung (Schächtung) sind dort sehr häufig Praktiken an der Tagesordnung, die den Tieren vor ihrem Tod erhebliche und länger anhaltende oder sich wiederholende Schmerzen und Leiden zufügen (z. B. Fesselung, Griff in die Augen, mehrfach hintereinander ausgeführte Entblutungsschnitte, minutenlang währender Todeskampf). Die Schlachtung in diesen Ländern erfolgt deswegen in aller Regel unter tierquälerischen Bedingungen. Für die Amtstierärztin/den Amtstierarzt, die / der einen Tiertransport in ein solches Land nach Art. 14 Abs. 1 TTVO genehmigen soll, stellt sich deswegen die Frage, ob sie/er mit dieser Amtshandlung nicht eine Beihilfe / Beitragstäterschaft dazu leistet, dass an den Tieren – wenn auch erst in einiger räumlicher Entfernung und mit einer mehr oder weniger großen zeitlichen Distanz – der Straftatbestand der Tierquälerei (in Deutschland strafbar nach § 17 Nr. 2 b TierSchG, in Österreich nach § 222 Abs. 1 Nr. 1 ö. Strafgesetzbuch) verwirklicht wird.

Autoren:
Ch. Maisack
Büro der Landesbeauftragten für Tierschutzangelegenheiten
Hessisches Ministerium f. Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft u. Verbraucherschutz
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden

A. Rabitsch
Waldstraße 13
A - 9170 Ferlach

Die Sauenhaltung in konventionellen landwirtschaftlichen Betrieben weist eine hohe Tierschutzproblematik auf, die alle drei Haltungsbereiche (Abferkelbereich, Deckzentrum, Wartebereich) betrifft. Den Sauen ist es nicht möglich, ihr arteigenes Verhalten innerhalb der verschiedenen Funktionskreise auszuleben. Die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (Abschnitt 5: Anforderungen an das Halten von Schweinen) entspricht gemäß ihren Haltungsanforderungen und der praktizierten Umsetzung nicht den Mindestanforderungen der EU Richtlinie 2008 / 120 und verstößt insbesondere gegen §1 und 2 Tierschutzgesetz.

Autorin:
Ch. Wilczek
Ländlicher Raum, Veterinärwesen, Verbraucherschutz
Landkreis Darmstadt-Dieburg

Ein Fallbericht

Es wird beschrieben, wie ein Pferdehalteverbot bei einer defizitären Vollblutzucht als letztes Mittel angewendet wurde, nachdem alle anderen in § 16a TierSchG vorgegebenen Maßnahmestufen (konkrete Anordnungen, Tierwegnahmen) ausgeschöpft worden waren. Das VG und das OVG bestätigten das Pferdehalteverbot. Dieser Fall war mit einem sehr hohen zeitlichen Aufwand an Kontrollen, Dokumentationen, Anwendung des Verwaltungsrechts und gerichtlichen Auseinandersetzungen verbunden gewesen.

Autorin:
A. Wagner-Stephan
Konrad-Zusestraße 11
66115 Saarbrücken

Unterstützung für den sachgemässen Einsatz von Antibiotika in der Veterinärmedizin

Im Rahmen der Schweizer Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) wurde zur Förderung des sachgemäßen Einsatzes von Antibiotika unter anderem ein Therapieleitfaden für die wichtigsten bakteriellen Infektionskrankheiten von Schweinen und Rindern entwickelt. Die Entstehung, der Inhalt und die Erfahrungen mit dem Therapieleitfaden werden dargestellt.

Autorinnen:
D. Heim, F.Stucki
c/o D. Heim
Fachbereich Tierarzneimittel und Antibiotika
Eidgenössisches Departement des Innern - EDI
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
Abteilung Tiergesundheit
Schwarzenburgstrasse 155
CH - 3003 Bern

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