Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIAL 1 / 2022
Anmeldung zur 4. Jahrestagung der TPT (Tierärztliche Plattform Tierschutz)
"Tierschutz und Lebensmittelsicherheit am Schlachthof 
Was muss sich ändern?"

 
 
 
 
 
 
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In der Europäischen Gemeinschaft (EU) wird Geflügel auf sehr langen Transportwegen zu weit entfernten großen Schlachtstätten gefahren. Legenehennen oder Freilandmasthähnchen aus Hühnermobilen, die regional direkt vermarktet werden sollen, müssen auch in Hessen für eine Lohnschlachtung sehr weit transportiert werden, da es nur wenige EU-zugelassene Geflügelschlachtbetriebe für diese Zielgruppe gibt. Aus diesem Grund wurde in einem hessischen Pilotprojekt eine mobile Hühnerschlachtstätte entwickelt, die von Geflügelhaltern leihweise in eigener Verantwortung genutzt werden kann und dadurch nicht unter die EU-Zulassungspflicht fällt. Das Ziel des Projekts „Geflügelfleisch aus artegerechter Freilandhaltung – erzeugt durch stressfreie Schlachtung ohne Tiertransport“ und die förderung der regionalen Vermarktung und Wertschöpfung wurde durch dieses Pilotprojekt in Hessen erreicht.

Autor*in:         
V. Ibrahim      
Referat, Vollzug der amtlichen Lebensmittelüberwachung, Lebensmittel tierischer Herkunft, Futtermittel         
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz Landwirtschaft und Verbraucherschutz         
Mainzer Str. 80          
65189 Wiesbaden

Seit einem Jahr ist das Leben durch die Corona-Pandemie weltweit eingeschränkt. Dieses wirkt sich auch auf die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Behörden aus. In diesem Beitrag sollen einige Themen aufgegriffen werden, die sich im Zusammenhang mit dieser nun schon sehr lang andauernden Krise ergeben haben.

Autor*innen:   
C. Eggert-Satzinger, W. Kulow        
Schanzenfeldstr. 8    
35578 Wetzlar

Mit einer länderübergreifenden Fragebogenaktion in den Veterinärbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte der Bundesrepublik Deutschland hat die Bundestierärztekammer (BTK) erstmals Daten zur Situation der Arbeits- und Vergütungsverhältnisse sowie der Altersstruktur der in der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung tätigen Tierärztinnen und Tierärzte erhoben. Die Umfrageergebnisse und die sich daraus ergebenden Forderungen sind hier kurz zusammengefasst.

Autor*innen
Schünemann, E. Wullinger, K. Failing, M. Langen, C. Mersmann, F. Feldhusen
c/o R. Schünemann
Ausschuss für Lebensmittel, Fleisch- und Milchhygiene    
Bundestierärztekammer e.V.
Französische Str. 53 
10117 Berlin

Ein schlechter Ernährungszustand bei Schweinen verlangt von praktizierenden Tierärzten und Amtstierärzten eine Abgrenzung der behandlungsfähigen Abmagerung von der nicht mehr sinnvoll therapierbaren Kachexie (Auszehrung). Kachexien können sich bei Schweinen aller Altersgruppen entwickeln. Der Artikel fasst die klinischen Befunde zusammen, die eine Diagnose der Kachexie am lebenden Tier erlauben, und die daraus zu ziehenden Konsequenzen sowohl für den praktizierenden als auch den amtlichen Tierarzt rechtfertigen.

Autor*in:
E. grosse Beilage      
Außenstelle für Epidemiologie
Stiftung tierärztliche Hochschule Hannover
Büscheler Str. 9   
49456 Bakum

Das deutsche Tierschutzgesetz hat in seinen §§ 16, 16a zu universellen „Wächtern“ über seine Normen „auf Posten gestellt“. Bei der Umsetzung des gesetzlich intendierten Schutzes der Tiere haben Amtstierärzte damit eine zentrale Rolle. Zugleich wird seit geraumer Zeit von verschiedenen Seiten ein „Vollzugsdefizit“, d.h. eine weitgehende Untätigkeit zur Verfolgung von Tierschutzverstößen zuständigen Behörden, d.h. vor allem von Veterinärämtern aber auch von Staatsanwaltschaften beklagt.

Autor*in:
A. Thilo          
Wilhelmstr. 11
53604 Bad Honnef    

Die Verhaltensstörung „Koppen“ ist eine der bekanntesten Sterotypien beim Pferd. Stereotypien können als Anzeichen von Schmerzen, Leiden bzw. Schäden bei von Menschen gehaltenen Tieren gewertet werden. Sie sind in der Regel Folge nicht artgerechter Haltungsbedingungen.

Autor*in:
C. Jahntz-Leschinsky
Forststr. 29 B 
14163 Berlin

Deutscher Tierschutzbund veröffentlicht Datenauswertung

Der Deutsche Tierschutzbund erstellt jährlich eine Auswertung zu Fällen von illegalem Heimtierhandel. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der illegale Heimtierhandel nach wie vor boomt. Zudem ist eine hohe Dunkelziffer zu erwarten. Um die Problematik einzudämmen, müssten länderübergreifende Maßnahmen ergriffen werden, beispielsweise eine europaweite Verpflichtung zur Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen, eine Regulierung des Internethandels, verstärkte Aufklärung der Bevölkerung, Schulung der Polizei, vermehrte Kontrollen sowie härtere Strafen für Händler*innen. Tierheime, die Tiere aufnehmen bleiben oft auf den Kosten sitzen. Gesetzlich bindende Regelungen zur Kostenübernahme wären notwendig.

Autor*innen:
L. Hoth, M. Gerlach, H. Mackensen, E. Müller       
c/o L. Hoth     
Deutscher Tierschutzbund e. V.       
Akademie für Tierschutz      
Spechtstr. 1   
85579 Neubiberg

 

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