Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIAL 1 / 2022
Anmeldung zur 4. Jahrestagung der TPT (Tierärztliche Plattform Tierschutz)
"Tierschutz und Lebensmittelsicherheit am Schlachthof 
Was muss sich ändern?"

 
 
 
 
 
 
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Mit Urteil vom 03.05.2021 (Az.: 4 K 1353/20.GI) hat das VG Gießen bestätigt, dass das Schlachten von Rindern im klägerischen Betrieb mittels Kugelschuss nur in solchen Fällen zulässig ist, in denen ein Fangen oder Verladen des Tieres, um es zur Schlachtstätte zu transportieren, für Mensch und / oder Tier gefährlich oder aufgrund erheblicher Stresszufügung tierwohlgefährdend ist.

Kontakt:
D. Rössel       
Kronberger Straße 9 
61462 Königstein

Rund 1,6 Millionen Kängurus werden jährlich zu kommerziellen Zwecken erlegt - damit handelt es sich um die zahlenmäßig weltweit größte Tötung an land-lebenden Wildtieren. Die nachts im Outback stattfindende Jagd ist dabei auch für ungeübte Schütz*innen zugelassen. Dokumentiert werden immer wieder Fehlschüsse, die die Tiere verletzen und verwaiste Jungtiere zurücklassen. Die angewandten Kriterien zur Festlegung der strukturierten Bejagung sind umstritten und führen zu einer Destabilisierung der Kängurupopulationen.

Autor*innen:
N. Brakebusch, K. Zvonek, A.Irina Mihali, E. Müller           
c/o N. Brakebusch    
Deutscher Tierschutzbund    
Akademie für Tierschutz

Seit dem 01.09.2020 gilt in Berlin das Tierschutzverbandsklagegesetz. Insgesamt sieben Organisationen in Berlin dürfen an Verfahren im Bereich des Tierschutzes mitwirken. Auch sind sie, ohne in eigenen Rechten verletzt zu sein, berechtigt, behördliche Maßnehmen im Bereich des Tierschutzes oder das Unterlassen solcher Maßnahmen auf die Vereinbarkeit mit dem Tierschutzgesetz überprüfen zu lassen.

Kontakt:
D. Rössel
Kronberger Straße 9
61462 Königstein

Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit den Fragen nach der Genehmigungs-pflicht und der Zulässigkeit der PMSG-Gewinnung aus tierschutzrecht-licher Sicht. Blutentnahmen für die Herstellung von Arzneimitteln werden als Tierversuche eingestuft. Da zahlreiche synthetische Alternativen zu PMSG zur Verfügung stehen, wird die für Tierversuche nötige Voraussetzung der Unerlässlichkeit nicht erfüllt. Die gewerbsmäßig durchgeführten Blutentnahmen bei trächtigen Stuten sind somit unzulässig.

Autor:
L. Schäffer    
Wallstrasse 2
79098 Freiburg

Retrospektive Untersuchung zur Verurteilungspraxis tierschutzrelevanter Straftaten in Deutschland

Bei der Sanktionierung besonders schwerer tierschutzrelevanter Straftaten wird bei der Abgabe des Verfahrens an die zuständige Staatsanwaltschaft immer wieder ein Vollzugsdefizit beklagt (vgl. u.a. Bergschmidt 2015). Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit den Voraussetzungen der Strafbarkeit gem. § 17 Tierschutz-gesetz und der Analyse der deutschlandweiten Verurteilungspraxis tierschutz-relevanter Straftaten von 2002 bis 2018, auf Grundlage welcher das (vermeintliche) Vollzugsdefizit untersucht, beschrieben sowie Lösungsansätze diskutiert wurden.

Autor*innen:
L. Benner, D. Best, K. Büttner, S. Krämer   
c/o L. Benner
Klinikum Veterinärmedizin
Justus-Liebig-Universität Gießen
Frankfurter Straße 110
35392 Gießen

Amtstierärzte spielen als Strafanzeigensteller oder als Sachverständige eine wichtige Rolle in Tierschutzstrafverfahren. Daher ist für Amtstierärzte ein Grundverständnis des deutschen Strafrechtssystems wichtig. Dieser Beitrag vermittelt einen Überblick über die relevanten Organe der Strafrechtspflege und den Ablauf eines Strafverfahrens bei Tierschutzdelikten. Auch wird auf die unterschiedlichen Rollen eingegangen, die ein Amtstierarzt in Tierschutzstrafverfahren einnehmen kann.

Autorin:
A D. Kari        
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg  
Stabsstelle Landestierschutzbeauftragte (SLT)
Kernerplatz 10
70182 Stuttgart          

Die retrospektive Kontrolle von langen Beförderungen von Livestock-Tieren – insbesondere in Drittländer – ist eine reine Dokumenten- und Datenkontrolle. Zu den Prüfungsinhalten, den Problemen bei der Prüfung und Hindernissen, die bereits einer Abfertigung langer Beförderungen entgegenstehen, verhält sich dieser Aufsatz. Weiter soll geklärt werden, warum für die Behörde am Versandort eine Pflicht zur Vornahme von Retrospektivkontrollen besteht. Auch für eine ordnungsgemäße Abfertigung zukünftiger Transporte ist die retrospektive Prüfung vergangener Transporte unabdingbar.

Autor*innen:
A. Rabitsch, M. Marahrens, .P. Scheibl, B. Felde   
c/o A. Rabitsch          
Waldstraße 13           
A-9170 Ferlach

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