Empfehlungen des Friedrich-Loeffler-Instituts

Grundsätzlich gelten die Maßnahmen gemäß Schweinepest-Verordnung. Basierend auf diesen Vorgaben und ergänzend hierzu empfiehlt das Friedrich-Loeffler-Institut in diesem Artikel Vorgehensweisen, die den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten anzupassen sind.

Korrespondenzadresse:
Friedrich-Loeffler-Institut
Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
Insel Riems
Südufer 10
17493 Greifswald-Insel Riems

Bei Verdacht oder Feststellung des Ausbruchs bestimmter Tierseuchen sind Tiere oder ganze Tierbestände töten zu lassen. Gemäß §§ 15-22 des Tiergesundheitsgesetzes hat der Tierhalter für diese Tierverluste Anspruch auf Entschädigungen in Höhe des gemeinen Werts der getöteten Tiere. Bei der Ermittlung dieses gemeinen Werts sind diverse rechtliche aber auch fachliche Bestimmungen zu beachten, die im vorliegenden Artikel dargestellt werden sollen.

Autorin:
A. Koch
Tierseuchenkasse Sachsen-Anhalt
Hegelstraße 39
39104 Magdeburg

 

Unsere Lebensmittel waren noch nie so sicher wie heute 1! Diese Tatsache droht im Zuge der überregionalen Lebensmittelskandale, wie z. B. um nicht deklariertes Pferdefleisch in Lebensmitteln 2013 und aktuell um Fipronil in Eiern, unterzugehen. Der Wunsch nach Krisenprävention rückt dabei stärker in den Fokus von Unternehmen, Überwachungsbehörden, Medien und Verbrauchern. Damit verbunden ist die Frage, welches Sicherheitsniveau tatsächlich gewährleistet und schließlich auch finanziert werden kann. Permanente Forderungen nach mehr Überwachungspersonal und schärferen Gesetzen bestärken beim Verbraucher die Illusion, dass es eine absolute Sicherheit geben könnte. Gerade der Verbraucher selbst spielt aber mit seinen tendentiell abnehmenden Kenntnissen über einen sachgerechten Lebensmittelumgang eine zunehmende Rolle beim Risikomanagement. Dabei wird auf die provokante Frage zugesteuert, inwieweit staatliche Eingriffe zur Sicherstellung des rechtlich vorgegebenen hohen Gesundheitsschutzniveaus geboten sind und ab wann ein unvernünftiges Verbraucherverhalten nicht mehr staatlich geschützt werden kann, sondern etwaige Schäden dann den allgemeinen Lebensrisiken zuzuordnen sind. Der Beitrag gibt einen Überblick zum Thema Risiko- und Krisenmanagement mit vollzugsbehördlichen Erfahrungen.

Autor:
S. Ludwig
Landratsamt Göppingen
Pappelallee 10
73037 Göppingen

Vazquez-Sanchez et al. untersuchten die Eintrags- und Kontaminationsquellen des Lebensmittelinfektionserregers Listeria monocytogenes in zwei brasilianischen Fischbetrieben. Die von ihnen isolierten L. monocytogenes-Stämme aus den Betrieben waren starke Biofilmbildner und resistent gegen die Desinfektionsmittel Natriumhypochlorid und Peressigsäure. Zu einer Kontamination der Endprodukte kam es zum einen durch nicht sachgerechten Umgang bei der Schlachtung der Fische bzw. Anwendung ineffektiver Reinigungs-und Desinfektionsverfahren.

Korrespondenzadresse:
R. Pichner
Motschenbacher Mühle 1
95336 Mainleus

Problemstellung und Schlussfolgerungen für die Vollzugspraxis

Bei der amtlichen Überwachung der elektrischen Betäubung von Schweinen werden wiederholt inakzeptable Fehl-betäubungsraten durch Verwendung von unzureichenden Stromparameter-Programmen, insbesondere mit zu geringen Mindeststromflusszeiten festgestellt. Gerätehersteller und Unternehmer rechtfertigen kurze Durchströmungszeiten damit, dass es sich um Hochvoltbetäubungen mit der rechtlichen Möglichkeit kürzerer Durchströmungszeiten handeln soll. Verbindliche Abgrenzungskriterien für Hochvoltanlagen und eine tierschutzrechtliche Zulassungspflicht für Betäubungs-anlagen fehlen.

AutorInnen:
M. von Wenzlawowicz, R. Holmes, I. Schwarzlose, B. Maurer, M. Marahrens, M. Bucher, C. Opitz
c/o M. von Wenzlawowicz
bsi Schwarzenbek 
21487 Schwarzenbek

Jährlich werden mehr als eine Million nicht abgesetzter Kälber auf sog. Langstrecken-transporten (> 8 Stunden) innerhalb der europäischen Union transportiert. Nicht abgesetzte Kälber, die zur Nahrungsaufnahme auf Milch oder Milchaustauscher angewiesen sind, dürfen nach europäischem Recht (VO 1/2005) neun Stunden befördert werden. Dann muss eine mindestens einstündige Pause erfolgen, um die Tiere zu tränken und nötigenfalls zu füttern. Danach kann der Transport für weitere neun Stunden fortgesetzt werden. Nach diesem zweiten Transportintervall müssen die Kälber abgeladen, versorgt und gefüttert werden sowie eine 24-stündige Ruhepause erhalten. Derzeit existieren weder adäquate automatische noch manuelle Tränkemöglichkeiten aller Tiere mit Wasser oder Elektrolytlösungen auf den Transportfahrzeugen.

AutorInnen:
K. Herzog, A. Franzky
c/o K. Herzog
Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)
Tierschutzdienst (Dez. 33)
Röverskamp 5
26203 Wardenburg

Der Beitrag ist ein zusammenfassender Überblick über die rechtlichen Grundlagen zum Schutz von Schafen und Ziegen, um diese vor Schmerzen, Leiden und Schäden sowie vor übertragbaren Krankheiten zu schützen und ihnen ein artgerechtes, störungsfreies Leben zu gewähren.

Autor:
L. Hoffmann
Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz
Tennstedter Straße 8/9
99947 Bad Langensalza

Unterkategorien

Wiedergabe der Editorials des ATD-Hefte

Infos zum Alpha-Verlag etc.

Joomla templates by a4joomla