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Hautveränderungen bei Schlachtschweinen können Folge tierschutzrelevanter Vorkommnisse beim Transport oder beim Treiben in der Schlachtstätte sein. Diese müssen von Kannibalismus oder spezifischen Dermatitiden bei systemischen Infektionskrankheiten, elektrischen Verbrennungen oder Strommarken, Hitze-einwirkung, Tätowierungen und endogen pigmentierten Hautveränderungen im Rahmen pathologischer Prozesse unterschieden werden. Insbesondere bei der Rasse Duroc sind melanozytäre Tumoren beschrieben. Als Besonderheit ist zu beachten, dass durch das schlachttechnologische Brühen und Entborsten die knotenförmigen Melanome zusammen mit der Epidermis entfernt werden, so dass am Schlachttierkörper lediglich ungewöhnlich pigmentierte kraterförmige Einsenkungen zurückblieben. Erst die weitergehende histopathologische Unter-suchung ermöglicht eine eindeutige differentialdiagnostische Abgrenzung von mechanisch-traumatischen, elektrischen, thermischen sowie infektiösen Ursachen.

Autor*innen:
J. P. Teifke, S. Gerst, J. Sehl-Ewert, D. Driemeier, S. Niedermeyer, G. Pannwitz, U. Koepsel, R. Schäfer, R. Wölk           
c/o J. P. Teifke          
Friedrich-Loeffler-Institut
Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit           
Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit
Südufer 10     
17493 Greifswald – Insel Riems