Plausibilitätsprüfung nach Artikel 14 Abs. 1 Tiertransportverordnung

Lange, grenzüberschreitende Nutztiertransporte bedürfen gem. Art. 14 der Europäischen Tiertransportverordnung (TTVO) der vorherigen Genehmigung durch die Behörde am Versandort. Wesentlicher Bestandteil des Genehmigungsverfahrens ist neben einer Dokumentenkontrolle die Plausibilitätsprüfung, ob das vorgelegte Fahrtenbuch wirklichkeitsnahe Angaben enthält und darauf schließen lässt, dass auf dem Transport alle Vorschriften der TTVO eingehalten werden. Seit dem Urteil des EuGH v. 23.4.2015 (C-424 / 13) ist klar, dass die Vorschriften der TTVO auch auf Transportabschnitten, die außerhalb der EU in Drittländern verlaufen, eingehalten werden müssen.

Autoren:
Ch. Maisack
Büro der Landesbeauftragten für Tierschutzangelegenheiten
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden

A. Rabitsch
Waldstraße 13
A-9170 Ferlach

 

Datengrundlage zur Einführung des Programms

Das Anfang 2015 initiierte hessische MAP-Untersuchungsprogramm „HEMAP“ ermöglicht durch eine zweimal jährlich fortlaufende Untersuchung von Sockentupfern die Etablierung eines auf der Basis von Umweltproben unverdächtigen Status, der mit steigender Probenanzahl an diagnostischer Sicherheit gewinnt. Betriebe mit positiven Sockentupferergebnissen haben die Möglichkeit, durch die Teilnahme an einem Sanierungsprogramm die Innerherdenprävalenz zu senken und längerfristig auf eine Eradikation hinzuwirken. In Vorbereitung auf das Untersuchungsprogramm wurde mittels einer zufälligen Auswahl von Milchviehbetrieben die Prävalenz von Mycobacterium avium ssp. paratuberculosis (MAP) im Bundesland Hessen anhand von Sockentupfern untersucht.

AutorInnen:
Noll, T. Eisenberg, M.Rohde, K. Schlez, K. Failing, A. Fawzy, M. Zschöck
c/o I. Noll
Regierungspräsidium Gießen
Schanzenfeldstraße 8
35578 Wetzlar

Die Landesakademie Baden-Württemberg für Veterinär- und Lebensmittelwesen (AkadVet) wurde im Jahr 2010 durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) sowie den baden-württembergischen Landkreistag und Städtetag gegründet. Seitdem bündelt die Einrichtung die Aus-, Fort- und Weiterbildungen des Kontrollpersonals im Veterinär- und Lebensmittelwesen zentral in Stuttgart unter einem Dach. Derzeit bildet die AkadVet Lebensmittel-kontrolleure, amtliche Fachassistenten sowie Veterinärhygienekontrolleure aus und führt den tierärztlichen Staatskurs durch. Die Lehrgänge und Fortbildungen stehen auch für Teilnehmer außerhalb Baden-Württembergs offen. Geleitet wird die Einrichtung durch den Beirat, für die fachliche Ausgestaltung der Lehrgänge und Fortbildungen ist das MLR verantwortlich. Durch die Anbindung an neue Lehrmethoden schafft die AkadVet die Voraussetzungen dafür, dass sie auch in Zukunft in der Ausbildungslandschaft in Deutschland bestehen kann.

AutorInnen:
Franz, E. Suhr-Hahn, M. Hartmann
c/o M. Franz
Landesakademie Baden-Württemberg für Veterinär- und Lebensmittelwesen
Rosenbergstraße 17
71076 Stuttgart

Ein Erfahrungsbericht aus dem Regierungsbezirk Darmstadt

Der vorliegende Artikel fasst die Ergebnisse von Teamkontrollen während der Schlachtung von Schweinen, Rindern und Schafen, die in 31 Betrieben im Regierungsbezirk Darmstadt in den Jahren 2014 bis 2017 durchgeführt wurden, zusammen. Die Einhaltung tierschutzrechtlicher Vorschriften wurden amtstierärztlich überprüft, zugleich wurden eingesetzte Betäubungsgeräte technisch inspiziert. Festgestellte Abweichungen betrafen vor allem den fehlerhaften Umgang mit den Schlachttieren, einen mangelhaften Betäubungserfolg und fehlende Betäubungskontrollen. Aufgrund dieser Erkenntnisse wird eine häufigere Anwesenheit von dafür geschulten amtlichen Tierärzten während der Durchführung von Schlachtungen auch in kleinen handwerklichen Schlachtbetrieben für erforderlich gehalten. Ebenso erscheint eine Evaluierung der gesetzlich festgelegten Parameter für die Elektrobetäubung angezeigt.

AutorInnen:
C. Frisch, S Lautenschläger, K. Merl
c/o K. Merl
Regierungspräsidium Darmstadt
Dezernat V 54 – Veterinärwesen und Verbraucherschutz
Wilhelminnstraße 1 - 3
64283 Darmstadt

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