LTÖD-SACHSEN INFORMIERT

Fortbildungsveranstaltung des Arbeitskreises und Mitgliederversammlung am 6./7. April in Falkenstein / Vogtland

In diesem Jahr war der Arbeitskreis des LTÖD mit seiner jährlich stattfindenden zweitägigen Fortbildung im Vogtland zu Gast. Traditionell war die Mitgliederversammlung des LTÖD in diese Veranstaltung eingebettet. In den liebevoll restaurierten Räumlichkeiten des NUZ Natur- und Umweltzentrum Vogtland konnten zahlreiche Mitglieder und Kollegen begrüßt werden und sich anhand der Vorträge über ein fachlich hochinteressantes und breitgefächertes Themenspektrum informieren und austauschen. 

Eingangs berichtete Frau Dr. Neumann vom Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt Leipzig anhand von eindrucksvollen Beispielen aus der Praxis über Möglichkeiten und Grenzen der amtlichen Kontrolle asiatischer Lebensmittel-Importeure und Großhändler. Das ausgesprochen breite und sich stetig ändernde Produktspektrum, die vielfältigen Importwege und -modalitäten sowie die z.T. fehlenden bzw. undurchsichtigen Eigenkontrollen erschweren die Rückverfolgbarkeit und führen zu einem deutlich erhöhten Kontrollaufwand. Aufgrund des reichen Erfahrungsschatzes steht Frau Dr. Neumann den Kolleginnen und Kollegen in den sächsischen LÜVÄ bei vergleichbaren Fragestellungen als fachliche Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Der Bundesverband der beamteten Tierärzte gratuliert ganz herzlich zum 40jährigen Jubiläum des Bundesverbandes der Lebensmittelkontrolleure!

Am 26. April 2018 beging der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure mit einem Festakt im Hotel Steglitz International in Berlin sein 40jähriges Bestehen.

Die Bundesvorsitzende, Frau Anja Tittes, sprach neben Dr. Michael Winter, Leiter der Unterabteilung 31 - Sicherheit in der Lebensmittelkette des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, dem Abteilungsleiter Jörg Klein vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes sowie Dr. Marcus Girnau, Hauptgeschäftsführer des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde, Grußworte mit Bezug auf die 40-jährige Geschichte des Verbandes. BV LMK Frau Anja Tittes mit Dr. Holger VogelDen Festvortrag hielt Prof. Dr. Ulrich Nöhle mit dem Titel „Lebensmittelüberwachung 2030“. Sein kurzweiliger Vortrag spannte den Bogen von 1958 bis 2030. Die rasanten Entwicklungen, insbesondere die Möglichkeiten zur Kommunikation und Informations-übertragung stellte er in plastischen Bildern dar. Prof. Dr. Nöhle bezog alle in der Lebensmittelüberwachung Tätigen und auch die im Lebensmittelbetrug aktiven Akteure in seine Betrachtungen ein. Er forderte eine Bündelung von Informationen der Wirtschaft und der Überwachungsbehörden insbesondere über die föderalen Strukturen in Deutschland hinweg.

Er ist sich sicher, dass mittels der informationstechnischen Möglichkeiten der Zukunft im Fall von Rückrufen und Schnellwarnungen zu nicht sicheren Produkten direkt der Endverbraucher (Smartphone und weitere innovative Entwicklungen der Technik) informiert wird und diese nicht beim Inverkehrbringer, den Behörden oder den Medien endet.

Die Lebensmittelkontrolleure werden diese Herausforderungen meistern, da bin ich ganz sicher.

Dr. Holger Vogel
Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte

Rund ein Fünftel aller Schweine in Deutschland erreicht den Schlachthof nicht. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Arbeit der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Hochgerechnet sind das mehr als 13 Millionen Tiere, die die Mast nicht überleben. Statt im Schlachthof landen sie in Tierkörperbeseitigungsanlagen.

Gequält oder fehlgetötet - auch in Mecklenburg-Vorpommern (MV)?
Nach aktuellen Recherchen der ARD-Sendung Report Mainz haben Tierärzte in einigen Anlagen Kadaver untersucht. Sie belegen, dass Tiere gequält oder unsachgemäß getötet wurden. Solche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz passieren auch bei uns im Land, ist Holger Vogel, Vorsitzender des Landesverbandes der Tierärzte im öffentlichen Dienst, überzeugt.

Seitdem Fürsten von den großen Vortheilen überzeugt wurden, welche gebildete Thierärzte ihrem Staate und der menschlichen Gesellschaft bringen, hat die Heilkunde der Thiere zum Wohle der Menschheit und der leidenden, kranken Geschöpfe merklich große Fortschritte gemacht…
…um solche Thierärzte zu erziehen wurden Thierarzneyschulen errichtet und diese mit Männern besetzt, welche dem Fache gewachsen waren…
So sagte es Scheibeler 1795 in seiner „Sammlung merkwürdiger Abhandlungen über Thierkrankheiten“.

Was hat sich seither verändert?
Heute sind es überwiegend Frauen, welche dem Fache gewachsen sind. Das ist auch hier im Saal offensichtlich.
Des Weiteren stehen heute Ministerien und Verwaltungsapparate zwischen dem Souverän und den Tierärzten.
Dies ist eine besondere Herausforderung für uns alle!

Sehr geehrter Herr Dekan Prof. Kramer, lieber Martin!

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