Unter obigem Motto und reger Teilnahme fand die diesjährige Mitgliederversammlung des LTÖD Sachsen e.V. am 06.11.2014 in Leppersdorf in Räumen der dort ansässigen Molkerei statt. Die Vorsitzende Frau Dr. Gabriela Leupold informierte über die Aktivitäten des Vorstandes und gab einen Ausblick auf das kommende Jahr, u.a. das 25jährige Jubiläum des ÖGD in Sachsen. Kollege Toby Pintscher berichtete aus dem Bbt-Bundesvorstand und nahm die Glückwünsche der Mitglieder des  LTÖD zur Wahl zum 1. Vizepräsidenten des BbT entgegen.

Wie in den vergangenen Jahren war die Mitgliederversammlung in eine Fortbildungsveranstaltung des Arbeitskreises des LTÖD Sachsen e.V. eingebettet, die sich in diesem Jahr in zwei Abschnitte gliederte. Zunächst wurden in zwei Vorträgen Fragen des Arzneimittelrechtes erörtert. Frau Dr. Pietsch aus dem Referat 26 des SMS erläuterte Auswirkungen der 16. AMG-Novelle auf die Aufgaben der LÜVÄ  bezüglich der Erfassung und Überwachung der abgegebenen Antibiotikamengen. Dr. G. Neubauer vom LÜVA Zwickau berichtete anhand eines konkreten Falles über die Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung der Ahndung von Verstößen gegen die 7-Tage-Regelung. In der anschließenden Diskussion wurde auf Lücken bei der praktischen Umsetzung der Überwachung der Antibiotikadatenbank in HI-Tier hingewiesen sowie mögliche Konsequenzen bei der Überwachung der 7-Tage-Regelung erörtert.
Den zweiten Teil der Fortbildung bildete ein umfassender Einblick in die Arbeit der Molkerei Sachsenmilch Leppersdorf. Herr Stanke, verantwortlich für das Qualitätsmanagement, erläuterte in einer kurzen Einführung das Unternehmen und den Standort. Beeindruckend waren die Zahlen zum Produktionsvolumen, die logistischen Herausforderungen sowie die komplexe Arbeitsweise eines Rohmilch-Verarbeitungsbetriebes dieser Größenordnung. Im weiteren Verlauf standen aus Sicht der Teilnehmer Fragen zur Überwachung sowie das vom Betrieb durchgeführte Qualitätsmanagement im Mittelpunkt des Interesses. Nach Anlegen entsprechender Schutzkleidung und Einweisung folgt ein ausführlicher Rundgang von fast 4 Stunden unter der kompetenten Leitung von Herrn Stanke. Dem „Lauf“ der Milch folgend wurden unterschiedliche Bereiche der Milchverarbeitung besichtigt (u.a. Rohmilchanlieferung, Labor zur Qualitätskontrolle, Milch- und Joghurtherstellung und -abfüllung, Schnittkäserei). Hierbei wurden die Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen technologischen, logistischen und wirtschaftlichen Herausforderungen und deren Überwachung praktisch demonstriert und eingehend erläutert. Seitens der Teilnehmer wurden die Prozesse und Abläufe interessiert und kritisch hinterfragt. Neben der Lebensmittelherstellung wurde auch das am Standort ansässige Werk zur Herstellung von Verpackungen für Milchprodukte besichtigt. Sowohl die Produktion der Verpackungen als auch die unterschiedlichen Techniken zur Beschriftung wurden demonstriert.
Obwohl der Rohstoff „Milch“ sowie die daraus hergestellten Produkte nur selten direkt sichtbar waren, konnten die Teilnehmer am Ende Veranstaltung viele neue interessante Eindrücke und Informationen mitnehmen. Für die hervorragende Organisation und Durchführung sei an dieser Stelle Dr. Nähter vom LÜVA Bautzen sowie den Mitarbeitern der Molkerei herzlich gedankt.

Gabriela Leupold

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