Die Übergangsfrist für die Akkreditierung der Trichinen-Untersuchungsstellen endet zum 31.12.2013. Mit der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) in Berlin sind zwischenzeitlich einzelne Akkreditierungsverfahren abgeschlossen worden, wobei die Veterinärbehörden nach kostengünstigen und zukunftsträchtigen Lösungen vor Ort gesucht haben. Erkennbar wurde dabei, dass optimale Lösungen nur unter Abwägung der  Logistikaufwendungen und der Anzahl der zu akkreditierenden Stellen zu finden waren.
Ungeachtet dessen ist die Form der Akkreditierung über die DAkkS GmbH relativ aufwändig, um die Qualitätsstandards zu sichern. Es ist erkennbar, dass ein flächendeckendes Angebot an Untersuchungsstellen unter den bestehenden Vorgaben nicht aufrechterhalten werden kann.

Die Akkreditierung der Untersuchungsstellen erfordert enormen finanziellen und zeitlichen Arbeitsaufwand und es ist absehbar, dass auch nach Abschluss der Akkreditierung fortlaufend hohe Fixkosten entstehen. Dies wird zur Folge haben, dass die Untersuchungsgebühren für die Trichinenuntersuchung enorm steigen.
Die in der Verordnung (EG) Nr. 882/2004 verankerte Akkreditierungspflicht der Trichinen-Untersuchungsstellen soll aus vorgenannten Überlegungen einer Überprüfung und Änderung unterzogen werden, was wir absolut begrüßen. Der BbT wurde in Zusammenarbeit mit der BTK initiativ, um Ausnahmen von der Akkreditierungspflicht der Trichinen-Untersuchungsstellen zu erreichen. U. a. konnte mit MdEP Dr. Horst Schnellhardt Kontakt aufgenommen werden, um ihm unsere Forderungen vorzutragen.
Ziel der Initiative ist es zu erreichen, dass die Trichinen-Untersuchungsstellen an Schlachthöfen und bei amtlichen Tierärzten, die zusätzlich praktizieren, nicht einer eigenständigen Akkreditierungspflicht unterliegen. Nach unseren Vorstellungen sollen diese Untersuchungsstellen aber unter der Aufsicht der zuständigen Behörde ODER eines akkreditierten Labors arbeiten.
Diese Ausnahme soll nicht nur für Laboratorien gelten, die an Schlachthöfe angeschlossen sind, sondern diese Ausnahme soll auch auf solche Trichinen-Untersuchungsstellen ausgeweitet werden, die von Metzgereien mit eigener Schlachtung genutzt werden können, um so eine flächendeckende und zeitnahe Untersuchung aller Trichinenproben zu ermöglichen.

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