16.01.2006 - Pressemeldungen 01/06: Stellungnahme zum Bericht von Report Mainz

Erstmals haben auch Tierärzte aus Praxis, Wissenschaft und Überwachung am Erlebnisbauernhof der Internationalen Grünen Woche in Berlin teilgenommen. Mit ihrer begleitenden Tätigkeit vom Stall bis auf den Tisch beraten und kontrollieren Tiermediziner bei der Gewinnung, Behandlung und Inverkehrgabe von Lebensmitteln tierischer Herkunft mit guten Ergebnissen. Es gilt das Prinzip "Gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel" für die Tätigkeit in Beratung und Überwachung. Geringe gesundheitsrelevante Beanstandungsquoten auf diesem Gebiet unterstreichen dies, so Dr. Heinrich Stöppler

am Rande der Verbrauchermesse angesichts geäußerter Medienkritik an der Überwachung. Zuletzt besonders reißerisch dargestellt auf dem Rücken der zuständigen Veterinäre der unteren Verwaltungsbehörden mit der Sendung Report aus Mainz v. 16.01.06. In diesem Beitrag wird verkannt, dass die i. d. Regel von den Mittelbehörden ausgehende Aufsicht funktioniert und in einigen Bundesländern inzwischen sogar noch ausgebaut worden ist. Die Forderungen nach einer bundesweiten Taskforce müssen daher zurückgewiesen werden. Die kritischen, einseitigen und wenig objektiven Darstellungen diffamieren jedoch zu gleich den rechtschaffenen und gewissenhaft handelnden Teil der Tierärzteschaft in amtstierärztlichen Diensten. Es wurde nicht objektiviert, in welchem Umfang verwerfliche und gesetzwidrige Einflussnahmen toleriert worden sind. DerVorsitzende des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte hat daher die aktive und auch bereits im Ruhestand befindliche Kollegenschaft dazu aufgerufen, wegen der provokativen Nebenwirkung bei ihrem Dienstherren sowie direkt bei den zuständigen Abgeordneten ihrer Länder vorstellig zu werden. Betroffene Gewerbetreibende werden immer wieder auf dem politischen Wege versuchen Einfluss zu nehmen. Daher ist dem Faktor Mensch auf allen Produktions- und Überwachungsebenen auch zukünftig besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Diesem Gesichtspunkt und der politisch getragenen Forderung nach mehr Sicherheit müssen auch die entsprechend sinnvollen und aufwändigen Verwaltungsmaßnahmen folgen. In der Diskussion um Sicherheit im "Deutschen Schlaraffenland" lassen sich Verbraucher gerne den Appetit durch die Medien verderben. Mit risikoorientierter Überwachung, Rückverfolgbarkeit und transparenter Kontrolle der Kontrolle an der Schwelle zur neuen Lebensmittelsicherheit sind wir auf gutem Wege. Gute Kontrollaufsicht wird für den Sektor der Lebensmittel tierischer Herkunft weiterhin ein hohes Schutzniveau nach sich ziehen, wenn die entsprechenden finanziellen und organisatorischen Maßnahmen getroffen werden. Der BbT verurteilt die in der Sendung Report aus Mainz v. 16.01.06 besonders reißerisch dargestellten Aussagen, mit der undifferrenziert alle zuständigen Veterinäre der unteren Verwaltungsbehörden unter Generalverdacht gestellt werden.

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