Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ihr Landesverband wird 50 Jahre alt.

Dies ist Anlass, einmal zurück zu schauen und das Werden und Wachsen, die Höhen und Tiefen, die Erfolge und die bevorstehenden Herausforderungen zu betrachten.

Nun ist so ein Verband kein Mensch, aber er besteht aus Menschen und durch Menschen; so dass eine permanente Erneuerung und notwendige Anpassungen gestaltet werden müssen.
Wie Pflanzen in einem Gemüsegarten müssen die Mitglieder des Verbandes in ihre Aufgaben hineinwachsen. Man kann hierfür den Boden bereiten, Wege öffnen, Chancen bieten - aber ziehen kann man sie nicht.

Einige von Ihnen wissen: Ich fahre gern mit dem Pferdegespann auf althergebrachte landwirtschaftliche Art und Weise.
Daraus lässt sich ableiten: Der Wagen mit der Aufgabenerledigung rollt am besten, wenn alle mitziehen. In bestimmten Phasen kann man sich helfen und gegenseitig entlasten; dadurch kann sich der einzelne erholen und dann wieder voll mitziehen.

Wir sind in der Verbandsarbeit alle ehrenamtlich unterwegs; und können doch so viel erreichen.

Den Zusammenhalt im Erfahrungsaustausch finden die Landesverbände in ihrem gemeinsamen Dachverband, dem BbT. Die Basis sind und bleiben aber die Landesverbände, mögen sie mitgliedermäßig nun groß oder klein sein.

Oft kommt es auf die Ideen an, die etwas bewegen - auf die Größe und Tragfähigkeit der Idee.
Und Ideen werden wir neben Basiswissen und Standfestigkeit sowie Wahrhaftigkeit für unsere Arbeit brauchen.

Der Deutsche Tierärztetag in Dresden hat sich in einem Arbeitskreis mit Zukunft und Entwicklungen, aber auch Erfordernissen rund um unseren Berufsstand beschäftigt.

Die gute Botschaft ist: durch die Aufgabenentwicklung wird unser Berufstand zukunftsfähig sein.
Der Wehrmutstropfen –es geht nur mit Veränderungen. Aber das wussten wir eigentlich schon.

Panta rhei - alles fließt. Lasst uns gemeinschaftlich mit ans Steuer unseres Berufslebens gehen.
Denn als einzelner hat man den Wogen, Strudeln und Strömungen wie der derzeitige Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft nicht viel entgegenzusetzen.

Unser Berufstand - jeder einzelne Amtstierarzt - kämpft mit der Rechtsunsicherheit durch die schnelle, unausgereifte Rechtsetzung. Die Organisationsprobleme in Verwaltung und Justiz lassen uns kaum eine Chance, den Überblick zu behalten.

Umso wichtiger ist es, Ideen und Erkenntnisse zusammenzutragen, zu verifizieren und gemeinsam nach außen zu vertreten.

Hierfür steht ganz aktuell ein Gast der heutigen Festveranstaltung, der Landesverbands-Vorsitzende aus Rheinland-Pfalz, Herr Dr. Rudolf Schneider, der für die Personalbedarfsermittlung im amtstierärztlichen Dienst mit einer Arbeitsgruppe bestehend aus Mitgliedern der Landesverbände auf der Plattform des BbT einsteht.

Motto: „Es geschieht nichts Gutes, außer man tut es.“

Ihr Holger Vogel
Präsident des BbT

v.l.n.r.: Dr. R. Schneider, Dr. A. Wagner-Stefan, Dr. K. Berrang, Dr. H. Vogel
v.l.n.r.: Dr. R. Schneider, Dr. A. Wagner-Stefan, Dr. K. Berrang, Dr. H. Vogel

 

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