Das Messerli Forschungsinstitut Wien hat sich intensiv mit diesem Thema speziell in dem Berufsfeld der amtstierärztlichen Tätigkeit beschäftigt. Ethiker, Amtstierärzte/innen, Vertreter der Philosophie, der Rechtswissenschaften, der Geschichtswissenschaften sowie der Psychologie haben in Workshops und öffentlichen Veranstaltungen Fragen aus dem Berufsalltag von Amtstierärzten/innen an Hand von Fallbeispielen diskutiert. 
Nachdem die Broschüre bald nach dem Erscheinen vergriffen war, erschien der Wegweiser im September 2016 als Buch:

Weich / Dürnberger / Grimm
Ethik in der amtstierärztlichen Praxis. Ein Wegweiser
Harald Fischer Verlag, Erlangen
ISBN 978-3-89131-533-0
EUR 19,80

Im Editorial unserer Fachzeitschrift „Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle“, Ausgabe 4/2015, hat der Präsident des BbT, Herr Dr. Holger Vogel bereits eine Empfehlung für diesen Wegweiser, der seinerzeit als Broschüre vorlag, ausgesprochen:

„Neben dem Ethik-Kodex der Deutschen Tierärzteschaft ist, quasi als lex spezialis, die Lektüre der „Ethik in der amtstierärztlichen Praxis – Ein Wegweiser“ des Messerli Forschungsinstituts Wien unbedingt zu empfehlen. Führt dieser Wegweiser uns doch hin zum besseren Erkennen der eigenen Situation, nämlich den Schwierigkeiten der Amtstierärzten/innen in der täglichen Arbeit in den Spannungsfeldern unseres Berufes. 
Sich verändernde Mensch-Tier-Beziehungen, welche sowohl durch Verdinglichung der Nutztiere als auch durch die Vermenschlichung der Begleittiere eine Ausprägung finden, wirken sich zunehmend psychisch belastend in der amtstierärztlichen Arbeit aus. Wir müssen erkennen lernen, dass die Bearbeitung konträrer Auffassungen Teil unserer Aufgabe ist und es immer ein Abwägungsprozess mit Für und Wider bleibt. An der Entstehung und dem Fortbestand der Konflikte in unserer Gesellschaft ist nicht unser persönliches oder berufliches Unvermögen schuld – so wie der Therapeut nicht schuld an der Erkrankung des Patienten ist. 
Dem Projektteam des Messerli Forschungsinstituts (Veterinärmedizinische Fakultät Wien, Medizinische Universität Wien und Universität Wien), Abteilung Ethik der Mensch-Tierbeziehung sei von dieser Stelle aus ganz herzlich gedankt. Dieses Buch kommt zur rechten Zeit! Es zeigt einmal mehr die Notwendigkeit, den Gedankenaustausch in der Kollegenschaft intensiv zu pflegen.“ 

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