Schwarze Schafe im Visier
Berlins Lehren aus dem Wilke-Skandal

FRANKFURT A. M. Im Fall der mit Listerien belasteten Produkte der Firma Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren hat Verbraucherschutzministerin Julia Klöckner (CDU) schnelles Handeln angemahnt.

In einem für die kommende Woche anberaumten Gespräch mit den Länderministern will Klöckner Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten identifizieren. Dabei geht es vor allem -um mehr Personal für die Lebensmittelkontrolle, die Koordination im Land und die Sicherstellung einer reibungslosen Informationsweitergabe in den Ländern, so die Ministerin.
Die Verbraucherorganisation Foodwatch wirft Klöckner allerdings vor, die Lebensmittelkontrollen mit einer geplanten Verordnung sogar verringern zu wollen. „Anders, als ihre Mahnungen vermuten lassen, lässt Klöckner Pläne erarbeiten, die zu weniger Kontrollen und damit einer Schwächung der Lebensmittelüberwachung führen würden“, schreibt Foodwatch. Die Ministerin stellte gegenüber der agrarzeitung (az) klar, dass die Behauptung von Foodwatch „falsch“ sei.

(mit Stellungnahme des Präsidenten des BbT, Dr. Holger Vogel)

Tönnies fordert „zentrale Instanz“ – Bayern könnte als Vorbild dienen – Skandal wird in einem Atemzug mit Fipronil, Ehec & Co. genannt

Frankfurt. Infolge des „Wilke-Skandals“ ist eine Debatte über eine Neuaufstellung der Lebensmittelüberwachung entbrannt.

Nun hat sich sogar der Chef von Deutschlands größtem Fleischkonzern Tönnies zu Wort gemeldet in der Diskussion über listerienverseuchte Wurst von Wilke. Obliegt die Kontrolle bisher den Landratsämtern, so fordert Clemens Tönnies am Rande der Anuga eine „zentrale Instanz“. Dabei legt er sich nicht fest, ob ihm eine Bundes- oder eine Landesbehörde vorschwebt. Jedenfalls bedürfe es mehr Objektivität. Derzeit gebe es in fast jedem Landkreis andere Überwachungsvorgaben. 

Am 28. August 2019 verstarb unser Kollege Prof. Dr. Hermann Trautwein im Alter von 93 Jahren.
Trautwein gehörte von 1982 bis 1992 dem Vorstand des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT) als 1. Vizepräsent an. Dieser Zeitraum war geprägt von vielen Veränderungen für die Kollegenschaft im Bereich des öffentlichen Veterinärwesens. Das herausragende Ereignis der Zeit war die Wiedervereinigung Deutschlands. Die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen aus den neuen Bundesländern bei der Bewältigung der durch die Wiedervereinigung entstandenen Aufgabenfülle, war eine große Herausforderung für den BbT. Der Vorstand veranstaltete und koordinierte Seminare und Arbeitstagungen mit denen diese Mammutaufgabe bewältigt wurde. Ob Fragen der Einführung neuer Struktur- und Organisationsformen oder Fragen des Vollzug einschlägiger Rechtsvorschriften - am Zusammenwachsen von Ost und West und an der Integration der neuen Landesverbände hatte Trautwein maßgeblichen Anteil.

Liebe KollegInnen,

am 15.06.2019 habe ich in der IHK Potsdam beim Landesverband Brandenburg diesen Vortrag gehalten. Ich diskutierte die Bedeutung des Amtstierärztlichen Gutachtens nach Paragraf 16a Tierschutzgesetz. Meine Gedanken möchte ich auch Ihnen zur Verfügung stellen.

Mit kollegialem Gurß
Dr. Christine Bothmann, Vizepräsidentin des BbT
Sachgebiet Tierschutz

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