04.09.2007 – Pressemeldung 01/07: Fleischskandal Wertfleisch – Nachhaltige Kennzeichnung gefordert!

Angesichts der neuerlichen Beeinträchtigung des Verbrauchervertrauens durch Berichte aus Bayern appelliert der Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT) an die politischen Verantwortlichen in Bund und Ländern, endlich die substanzielle Kennzeichnung der nicht zum Verzehr bestimmten tierischen Lebensmittel voranzutreiben. Die Verwendung von verdorbenen Lebensmitteln für den menschlichen Verzehr muss mit allen Mitteln unterbunden werden. Ebenso muss die Verarbeitung von Nebenprodukten (Schlachtabfällen) außerhalb der Lebensmittelkette sichergestellt werden. Die fehlende Kennzeichnung oder die Entfernung der Kennzeichnung werde immer wieder Anlass zu öffentlichem Ärgernis und Beanstandung geben, wenn nicht substanziell und nachhaltig(z.B. mit Farbe)gekennzeichnet werde, stellte Dr. Heinrich Stöppler zu den Vorkommnissen in Bayern fest. Der BbT fordert daher eine wirksame Kennzeichnung von nicht zum Verzehr geeigneten Lebensmitteln tierischer Herkunft. Sobald solche im Lebensmittelverkehr anfallen, muss das Material durch den Verantwortlichen unverzüglich so gekennzeichnet werden, dass es eindeutig als solches erkannt werden kann. Als wichtigste Maßnahme wird die substanzielle Kennzeichnung von sogenanntem K3-Material benannt. Eine EU-weit gültige unmittelbare Kennzeichnungsregelung für K3-Material ist technisch inzwischen möglich, ohne die verschiedenen erlaubten Verwendungszwecke zu beeinträchtigen. Dies haben Amtstierärzte bereits in den zurückliegenden Fällen gefordert.
 
Bundesverband der beamteten Tierärzte,
Tierärztinnen und Tierärzte im öffentlichen Dienst e.V. (BbT)
Löwenbreitestr. 18
88326 Aulendorf
Tel. (07525) 942- 212, Fax - 942-200
Präsident: Dr. Heinrich Stöppler

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