2011-01-10 – Pressemeldung 01/11 Dioxin - Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert strengere Überwachung der Futtermittelausgangsstoffe

PRESSEINFORMATION    

Dioxin: Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert strengere Überwachung der Futtermittelausgangsstoffe

Grundsätze der risikoorientierten Überwachung müssen auch Anwendung bei Futtermitteln finden

Der Bundesverband der beamteten Tierärzte unterstützt die Forderung nach einer eindeutigen Trennung der Produktionswege von Lebensmitteln, Futtermitteln und technischen Stoffen. Eine lückenlose Überwachung zum Schutz der Verbraucher ist ansonsten nicht zu gewährleisten. Die Maßnahmen dürfen sich aber nicht auf eine formale Trennung von Betrieben beschränken. Das Augenmerk der Überwachung muss verstärkt auf der Schnittstelle des Übergangs von Stoffen z.B. aus der Pflanzenfettverarbeitung zum Futtermittel liegen.

Viele Stoffe können für verschiedene Zwecke eingesetzt werden. Besonders wichtig ist deshalb immer der Wechsel der Zweckbestimmung eines Stoffs, insbesondere wenn er in die Nahrungsmittelkette kommen soll. „Eine vorgeschriebene Untersuchung durch den Produzenten vor der Freigabe der Futtermittelausgangsstoffe wäre der richtige Weg“, so Verbandspräsident Dr. Martin Hartmann. Damit könnte das illegale „Verschneiden“ von unzulässigen Chemikalien mit legalen Ausgangsstoffen mit dem Ziel der Unterschreitung von Höchstmengen unerwünschter Stoffe verhindert werden. Ferner müsse durch Sicherungsschaltungen die „zufällige“ Beimischung von unzulässigen Rohstoffen verhindert werden. Wenn dennoch solche Fehlmischungen vorkommen, ist der Vorsatz des Handelns offensichtlich.
"Betriebe, die nicht die lebensmittel- bzw. futtermittelrechtlichen Vorgaben einhalten, müssen die Folgekosten der geschädigten landwirtschaftlichen Betriebe tragen“ fordert auch Hartmann. „Wir müssen unsere Tiere, die Landwirtschaft und uns Verbraucher besser schützen.“ Deshalb sollten die Regelungen zur risikoorientierten Überwachung wie bei Lebensmitteln auch bei Futtermitteln Anwendung finden. Dabei sind u.a. Produktionsweise, hergestellte Mengen, Herkunft der Rohstoffe und Zuverlässigkeit des Unternehmers zu berücksichtigen.
Vorwürfe, die Veterinärämter hätten ihre Aufsichtspflicht im aktuellen Dioxin-Fall verletzt, weist Hartmann entschieden zurück. „Wer das behauptet, sollte sich zunächst ein Bild von den Zuständigkeiten machen“, betont der BbT-Präsident. Veterinärämter sind nur für die Futtermittelüberwachung auf landwirtschaftlichen Betrieben verantwortlich, und das auch nicht in allen Bundesländern.

Präsident Dr. Martin Hartmann, Hindenburgstr. 58, 74613 Öhringen
Tel. (07940)18-671, Fax: -18-682
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