05.04.2008 - Pressemeldungen 1/08: Überwachung vom Stall bis auf den Tisch!  27. Internationaler Veterinärkongress des Bundesverbandes  der beamteten Tierärzte

Auf dem 27. Internationalen Veterinärkongress des BbT im oberfränkischen Bad Staffelstein vom 21. bis 22.04.08wirdwiederum über Themen aus der Gesamtpalette des amtstierärztlichen Dienstes diskutiert. Zunächst bilden die  Lebensmittelketteninformation und die visuelle Fleischuntersuchung besondere  Schwerpunkte. Diese Themen sind für viele Teilnehmer Neuland. Auch spezielle hygienische Gesichtspunkte werden behandelt. Dabei erscheint die  Hygieneüberwachung in Krankenhausküchen besonders wichtig. Ebenso bedeutend erscheint der Eintrag von bedenklichen Mikroorganismen über die Nahrungskette, weil sie für die immer größer werdenden landwirtschaftlichen Betriebe ebenso wie für den Verbraucher ein besonderes Problem darstellen.  Auch die Siloreinigung rückt die Futtermittelhygiene in ein besonderes Licht. Dort kann es ebenso wie beim Einsatz von fahrbaren Misch- und Mahlanlagen zur Verschleppung von bedenklichen Keimen oder von Tierarzneimitteln kommen.  Unter den Tierschutzthemen ist das Erkennen der Betäubungsfehler beim Schlachten sicher nicht weniger wichtig wie die Besprechung des Handbuches über Tiertransporte zum Schutz der Tiere beim Transport. Auf dem Kongress werden insgesamt 26 Themen von der Gewinnung der Lebensmittel über Haltung und Transport von Tieren bis hin zum Konsum behandelt. Ein Seminar zum internationalen Tier- und Warenverkehr schließt sich vom 22. bis 23. April an.  Am Rande der Fortbildung, zu der über 500 Teilnehmer erwartet werden, ist sicher die inzwischen in Mitteleuropa verbreitete BlueTongue (Blauzungenkrankheit) der kleinen und großen Wiederkäuer das erste Gesprächsthema. Inzwischen wurde der Zuschlag für die Impfstoffhersteller erteilt. Ab Mitte Mai soll risikobasiert in den Schaf- und Ziegenbeständen sowie in den Rinderherden in Deutschland geimpft werden. In den bisher besonders betroffenen Regionen wird die alsbaldige Auslieferung der ersehnten Vakzinen sehr erwartet.  Die Blauzungenkrankheit ist eine durch Insekten übertragene Viruskrankheit der Schafe, Ziegen, Rinder. Sie kann unterschiedlichen Verlauf nehmen. Die Sterblichkeit hängt von der Virulenz des Virusstammes und von der Art und der Rasse der betroffenen Tierart ab. Sie gilt als für den Menschen ungefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden.

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