Zweite Pressemitteilung zum 36. Internationalen Veterinärkongress 2017

Mittwoch, 26. April 2017

Amtstierärztlicher Dienst auf verlorenem Posten?

Die Geflügelpest und die ständige Zunahme von Tierschutzproblemen bringt es an den Tag: Die Mandatsträger des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT) haben auf ihrer Frühjahrstagung erneut ein erhebliches Personaldefizit in allen Bereichen der öffentlichen Veterinärverwaltung festgestellt. Die bisherige Hoffnung, dass die Personalverantwortlichen in den Kreisen, kreisfreien Städten und Ländern im Rahmen Ihrer Fürsorgepflicht längst überfällige Schritte einleiten, hat sich leider nicht erfüllt. Deshalb hat der BbT ein eigenes Projekt zur Personalbedarfsermittlung auf den Weg gebracht.

Pressemitteilung zum 36. Internationalen Veterinärkongress am 24./25. April 2017

Bad Staffelstein, 19. April 2017

Illegaler Welpenhandel: Falsch verstandene Tierliebe treibt Amtstierärzte ins Dilemma
BbT-Kongress: Auch Veterinäre immer öfter Zielscheibe von Gewaltattacken

Mit dem illegalen Handel von Hunden lassen sich gute Geschäfte machen. Auch Privatpersonen "adoptieren" oft kuschelige Welpen aus dem Ausland. Viele bedenken dabei nicht, dass die Einfuhr solcher Tiere nach Deutschland einen sicheren Schutz gegen die Einschleppung der Tollwut voraussetzt. Der ist aber in der Regel erst ab einem Alter von 15 Wochen gegeben, wenn die Impfung der Welpen wirksam geworden ist. Werden jüngere,  illegal eingeführte Welpen aufgegriffen, müssen sie mehrere Wochen in Quarantäne, und das in einem Alter, in dem sie für ihre weitere Entwicklung dringend auf enge Kontakte mit anderen Hunden oder Menschen als Bezugspersonen angewiesen sind.

Bad Staffelstein, 27. April 2016

Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert effektive Verwaltungs-­ und Führungsstrukturen in der Veterinärverwaltung

Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Holger Vogel, fordert die Landesregierungen auf, sich bei anstehenden Entscheidungen zur Organisation der Veterinärverwaltung in den Bundesländern an den Grundsätzen der Effektivität zu orientieren. Das bedeute im Wesentlichen eine Stärkung der Ämter auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte und dort eine weitestgehende Bündelung der Aufgaben, einschließlich der Lebensmittelüberwachung und des Vollzugs. "Wir wissen aus jahrzehntelanger Erfahrung, dass die Ortsnähe und Kompetenz der lokalen Veterinärämter der beste Garant für eine erfolgreiche Arbeit ist", betont Vogel. Zudem sicherten kurze Wege auch eine kostengünstige Aufgabenerledigung und einen bestmöglichen Personaleinsatz. “Zusätzlich fordern wir eine Stärkung der Mittelbehörden, damit die Kommunikation mit den Landesministerien verbessert wird”, so Vogel weiter. Damit werde auch dem Interesse des Staates an einer steuernden Aufsicht entsprochen. Auslöser dieser Pressemitteilung war ein Seminar des BbT im Anschluss an den Jahreskongress in Bad Staffelstein, in dem Auswirkungen von Mängeln in Organisations­- und Führungsstrukturen und ungerechtfertigter strafrechtlicher Verfolgung von Amtstierärztinnen und Amtstierärzten auf die Gesundheit der Betroffenen aufgezeigt wurden. “Bedauerlicherweise müssen wir feststellen, dass Führungsfehler nicht nur auf die jeweilige Organisationseinheit beschränkt sind, sondern häufig in den Ministerien beginnen, den ganzen Verwaltungsstrang betreffen und ihren größten Einfluss dann auf der Ebene der Veterinärämter entfalten”, betont Präsident Vogel.

Pressemitteilung zum 35. Internationalen Veterinärkongress am 25./26. April 2016 

Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Holger Vogel, fordert noch in dieser Legislaturperiode Nachbesserungen im Arzneimittelgesetz. Die Kennzahlen sind wie erwartet auch im dritte erfassten Halbjahr zurückgegangen. Dieses eigentlich erfreuliche Ergebnis wird aber getrübt durch ungewollte Nebeneffekte. "Es kann den Tierhaltern nicht freigestellt bleiben, ob sie aktiv werden müssen, wenn sie keine Antibiotika eingesetzt haben", so Vogel. "Wir brauchen eine verbindliche vorgeschriebene Meldung dazu, eine sogenannte Null-Meldung." Anders ließe sich nicht eindeutig unterscheiden, ob eine notwendige Meldung unterblieben sei oder tatsächlich nichts eingesetzt wurde, so Vogel weiter. Das führe dazu, dass die Behörden in die Kontrolle der Richtigkeit der Eingaben zu viel Zeit investieren müssten, die für den eigentlichen Schwerpunkt, nämlich das Absenken eines überproportional häufigen Einsatzes, am Ende fehlt.

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