Bad Staffelstein, 27. April 2016

Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert effektive Verwaltungs-­ und Führungsstrukturen in der Veterinärverwaltung

Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Holger Vogel, fordert die Landesregierungen auf, sich bei anstehenden Entscheidungen zur Organisation der Veterinärverwaltung in den Bundesländern an den Grundsätzen der Effektivität zu orientieren. Das bedeute im Wesentlichen eine Stärkung der Ämter auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte und dort eine weitestgehende Bündelung der Aufgaben, einschließlich der Lebensmittelüberwachung und des Vollzugs. "Wir wissen aus jahrzehntelanger Erfahrung, dass die Ortsnähe und Kompetenz der lokalen Veterinärämter der beste Garant für eine erfolgreiche Arbeit ist", betont Vogel. Zudem sicherten kurze Wege auch eine kostengünstige Aufgabenerledigung und einen bestmöglichen Personaleinsatz. “Zusätzlich fordern wir eine Stärkung der Mittelbehörden, damit die Kommunikation mit den Landesministerien verbessert wird”, so Vogel weiter. Damit werde auch dem Interesse des Staates an einer steuernden Aufsicht entsprochen. Auslöser dieser Pressemitteilung war ein Seminar des BbT im Anschluss an den Jahreskongress in Bad Staffelstein, in dem Auswirkungen von Mängeln in Organisations­- und Führungsstrukturen und ungerechtfertigter strafrechtlicher Verfolgung von Amtstierärztinnen und Amtstierärzten auf die Gesundheit der Betroffenen aufgezeigt wurden. “Bedauerlicherweise müssen wir feststellen, dass Führungsfehler nicht nur auf die jeweilige Organisationseinheit beschränkt sind, sondern häufig in den Ministerien beginnen, den ganzen Verwaltungsstrang betreffen und ihren größten Einfluss dann auf der Ebene der Veterinärämter entfalten”, betont Präsident Vogel.

Pressemitteilung zum 35. Internationalen Veterinärkongress am 25./26. April 2016 

Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Holger Vogel, fordert noch in dieser Legislaturperiode Nachbesserungen im Arzneimittelgesetz. Die Kennzahlen sind wie erwartet auch im dritte erfassten Halbjahr zurückgegangen. Dieses eigentlich erfreuliche Ergebnis wird aber getrübt durch ungewollte Nebeneffekte. "Es kann den Tierhaltern nicht freigestellt bleiben, ob sie aktiv werden müssen, wenn sie keine Antibiotika eingesetzt haben", so Vogel. "Wir brauchen eine verbindliche vorgeschriebene Meldung dazu, eine sogenannte Null-Meldung." Anders ließe sich nicht eindeutig unterscheiden, ob eine notwendige Meldung unterblieben sei oder tatsächlich nichts eingesetzt wurde, so Vogel weiter. Das führe dazu, dass die Behörden in die Kontrolle der Richtigkeit der Eingaben zu viel Zeit investieren müssten, die für den eigentlichen Schwerpunkt, nämlich das Absenken eines überproportional häufigen Einsatzes, am Ende fehlt.

Pressemitteilung zum 34. Internationalen Veterinärkongress am 20./21. April 2015

Bad Staffelstein, 20. April 2015 

Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert gesellschaftliche Debatte zur Nutztierhaltung -  Amtstierärzte im Spannungsfeld der unterschiedlichen Auffassungen 

Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Holger Vogel, fordert eine aus seiner Sicht längst überfällige breite Diskussion mit allen gesellschaftlichen Gruppen, welche Tierhaltung in unserem Land gewollt bzw. akzeptiert wird. "Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Veterinärämtern müssen den gesellschaftlichen Konflikt hierzu täglich aushalten", so Präsident Vogel. 

Die nötigen Fakten soll aus Sicht des BbT eine auf der Antibiotikadatenbank aufbauende Tiergesundheitsdatenbank liefern. Die ersten bundeseinheitlichen Kennzahlen zur Häufigkeit des Antibiotikaeinsatzes bei Masttieren liegen vor. "Die Datenbank funktioniert", so Präsident Vogel, "jetzt gilt es, noch bestehende Eingabelücken zu schließen und die notwendigen Schritte zur Verringerung des Einsatzes zu ergreifen." Eine nachhaltige und tierschutzgerechte Minimierung der Antibiotikaanwendungen kann aber nur über eine Verbesserung der Tiergesundheit in den Nutztierbeständen erfolgreich sein, betont Vogel weiter. Dabei seien auch die Einflüsse der Haltungsbedingungen und des Managements zu berücksichtigen. Daten zur Tiergesundheit und Tierwohlindikatoren müssten deshalb mit den Antibiotikadaten in einer Tiergesundheitsdatenbank zusammengeführt werden. 

Die Datenbank diene auch der Beurteilungssicherheit in der amtlichen Fleischuntersuchung, die immer mehr auf Befunde aus den Haltungsbetrieben angewiesen sei.  

Pressemitteilung zum 33. Internationalen Veterinärkongress am 28./29. April 2014

Bad Staffelstein, 25. April 2014

Amtstierärzte fordern Tiergesundheitsdatenbank - Tierwohl, Tiergesundheit und Lebensmit-telsicherheit sind eine untrennbare Einheit

Der Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT) sieht die Erfassung von Antibiotikaanwendungen bei Masttieren ab dem 1. Juli 2014 in einer Datenbank als einen ersten wichtigen Schritt zur Reduzierung der Antibiotikaresistenzen. Der Erhalt der Wirksamkeit von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin ist wegen der überragenden Bedeutung dieser Stoffe in der Therapie eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe. Eine nachhaltige und tierschutzgerechte Minimierung der Antibiotikaan-wendungen kann aber nur über eine Verbesserung der Tiergesundheit in den Nutztierbeständen erfolgreich sein. Dabei sind auch die Einflüsse der Haltungsbedingungen und des Managements zu berücksichtigen.

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