Die begonnene Diskussion um die Schlachtung gravider Tiere wurde auch vom BMELV aufgegriffen. Im Auftrag des Bundesministeriums fertigte das FLI eine Stellungnahme zu einem möglichen Empfindungsvermögen und der Lebensfähigkeit entwickelter Feten.

Thematisch reiht sich diese Stellungnahme an das bereits im Juni 2013 von der Fachgruppe „Fleisch“ des BbT veröffentlichte Papier: http://amtstierarzt.de/fachthemen/tierschutz-tierhaltung/758-schlachtung-gravider-rinder-stellungnahme-der-fachgruppe-fleisch-des-bbt

Das FLI nimmt gesondert auf die Tierarten Rind, Schwein, Ziege, Schaf und Pferd Bezug. 

Es wird auf die geltende Rechtslage eingegangen und die tierschutzrechtlichen Defizite bei der Tötung im Tierseuchenfall und im Schlachthof werden beleuchtet. Auch wird klar gestellt, dass es für lebensmittelliefernde trächtige Tiere am Schlachthof nur eine zielführende Lösung gibt: Der Landwirt muss durch ein entsprechendes Betriebsmanagement dafür Sorge tragen, dass die Tiere nicht im letzten Trimester tragend zum Schlachthof gelangen. Um Verstöße gegen diese Regel zu sanktionieren sind die erforderlich Rechtsgrundlagen zu schaffen. Die Bestimmung des Trächtigkeitsstadiums am Schlachtband kann durch Ermittlung der Scheitel-Steiß-Länge erfolgen.

icon Stellungnahme des FLI zu einem möglichen Empfindungsvermögen und der Lebensfähigkeit entwickelter Feten

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