Sehr gehrte TeilnehmerInnen des 38. Bbt-Kongress 2019 und des Anschlussseminares,
die Präsentationen des Kongresses, soweit sie zur Verfügung stehen, sind eingestellt. W
ir bemühen uns, Ihnen so schnell als möglich auch die Präsentationen zum Anschlussseminar zur Verfügung zustellen. Sofern Sie noch keinen Zugang zu unserer Homepage besitzen, werden Ihnen in den nächsten Wochen die Zugangsdaten per Email zugesandt. Bitte achten Sie auf Eingänge in Ihrem Spamordner Ihres Mailpostfachs. Haben Sie also bitte noch etwas Geduld. Danke

 

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Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIALS

EDITORIAL 2/2019

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

„Mit Worten lässt sich trefflich streiten, mit Worten ein System bereiten ...“ (J. W. v. Goethe)

Genau das war sinngemäß das Ziel des 38. Internationalen Veterinärkongresses in Bad Staffelstein.

700 Teilnehmer aus dem deutschen Sprachraum konnten sich anhand von 26 Fachreferaten aus Wissenschaft und Verwaltungspraxis informieren, diese hinterfragen und diskutieren.

Die Schwerpunkte aus Tierseuchenbekämpfung, Tierschutz und der Lebensmittelhygiene waren zum Teil mit Brisanz geladen.............

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Fütterungsarzneimittel dürfen seit Anfang 2006 in Deutschland nur noch in Betrieben hergestellt werden, die über eine Herstellungserlaubnis nach § 13 Arzneimittelgesetz (AMG) verfügen. Damit wollte der Gesetzgeber erreichen, dass die orale Medikation bei Nutztieren (insbesondere Schweine und Geflügel) nur noch mit qualitativ hochwertigen Arzneimitteln erfolgt. Weil sich vor allem die praktizierenden Tierärzte und Tierhalter dieser Intention verweigert haben, findet seitdem stattdessen bundesweit im Wesentlichen die orale Verabreichung von Arzneimitteln bei Nutztieren mittels Pulvern zum Eingeben über das Futter (orale Pulver) unter Einsatz von Dosierern bzw. fahrbaren Mahl- und Mischanlagen oder über Tränkewasser statt. Ob diese Vorgehensweise dem Stand der veterinärmedizinischen Wissenschaft entspricht und wie sie rechtlich zu bewerten ist, ist jedoch sehr umstritten. In Feldversuchen sollte deshalb geprüft werden, ob mit der heutigen Praxis der Futtermedikation vor Ort die Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Behandlung von Tierbeständen erfüllt sind. Die hier vorgestellten und zum Teil bereits veröffentlichten Ergebnisse von Feldversuchen lassen den Schluss zu, dass mit den geprüften Dosierern eine therapeutisch angemessene Behandlung von Tiergruppen nicht sicher zu gewährleisten ist. Anscheinend stellt selbst die Bedienung und Kalibrierung der Dosierer in der Praxis ein Problem dar. Die Medikierung von Futterbrei liefert dagegen bei zentraler Anmischung exzellente Ergebnisse. Als Fazit bleibt festzustellen, dass ohne Einbringung von Energie (Mischen) eine homogene Verteilung von Arzneimittelwirkstoffen (Antibiotika oder Antiparasitika) im Futter nicht erreichbar ist. Der Einsatz der heute auf dem Markt befindlichen Dosierer entspricht insofern nicht dem Stand der veterinärmedizinischen Wissenschaft.

AutorIn:
Dr. sc. med. vet.
Dietmar Walther Richard Bleyl
14469 Potsdam-Nattwerder

Dr. Anke Klemann
Landeslabor Berlin-Brandenburg
Institut für Lebensmittel, Arzneimittel, Tierseuchen und Umwelt
Invalidenstraße 60
10557 Berlin

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