Sehr gehrte TeilnehmerInnen des 38. Bbt-Kongress 2019 und des Anschlussseminares,
die Präsentationen des Kongresses, soweit sie zur Verfügung stehen, sind eingestellt. W
ir bemühen uns, Ihnen so schnell als möglich auch die Präsentationen zum Anschlussseminar zur Verfügung zustellen. Sofern Sie noch keinen Zugang zu unserer Homepage besitzen, werden Ihnen in den nächsten Wochen die Zugangsdaten per Email zugesandt. Bitte achten Sie auf Eingänge in Ihrem Spamordner Ihres Mailpostfachs. Haben Sie also bitte noch etwas Geduld. Danke

 

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Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIALS

EDITORIAL 2/2019

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

„Mit Worten lässt sich trefflich streiten, mit Worten ein System bereiten ...“ (J. W. v. Goethe)

Genau das war sinngemäß das Ziel des 38. Internationalen Veterinärkongresses in Bad Staffelstein.

700 Teilnehmer aus dem deutschen Sprachraum konnten sich anhand von 26 Fachreferaten aus Wissenschaft und Verwaltungspraxis informieren, diese hinterfragen und diskutieren.

Die Schwerpunkte aus Tierseuchenbekämpfung, Tierschutz und der Lebensmittelhygiene waren zum Teil mit Brisanz geladen.............

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Das Hepatitis E Virus (HEV) ist die häufigste Ursache einer enteral übertragenen Hepatitis beim Menschen in vielen Entwicklungsländern. Die Erkrankung tritt vorwiegend bei jungen Erwachsenen mit einer Mortalität von etwa 2% auf. In den Industrienationen wird Hepatitis E eher selten beobachtet, die meisten Fälle traten bei Personen mit entsprechender Reisehistorie auf. Zunehmend werden aber auch akute Hepatitis E-Erkrankungen bei Personen diagnostiziert, die keine Reiseanamnese in ein Endemiegebiet aufweisen. Zudem wird eine relativ hohe Seroprävalenz von 1 bis 5% in den Industrieländern beobachtet, die nicht durch das Auftreten der wenigen sporadischen akuten HEV-Erkrankungen erklärt werden kann. Auf der Suche nach einem möglichen Erregerreservoir gelang 1997 in den USA die erste HEV- Isolierung aus einem Schwein. Die genetische Typisierung zeigte, dass dieses porzine HEVIsolat große genetische Verwandtschaft mit zwei humanen HEV-Stämmen aufwies, was den Verdacht auf ein mögliches zoonotisches Potential des HEV erhärtete. Übertragungsexperimente lieferten später den Beweis, dass Primaten für das HEV des Schweins empfänglich sind und dass Schweine mit humanen HEV-Isolaten infiziert werden konnten. Auch die Tatsache, dass Berufsgruppen mit engem Kontakt zu Schweinen wie Landwirte, Tierhändler, Schlachthofpersonal oder Jäger ein erhöhtes Risiko für HEV-Infektionen haben und dass Hepatitis E-Erkrankungen nach dem Verzehr ungenügend erhitzten Fleisches von Wildschweinen auftraten, lieferte weitere Hinweise für das zoonotische Potenzial von HEV. In Europa scheint das Virus in der Haus- und Wildschweine-Population stark verbreitet zu sein. Auch in Deutschland ist ein hoher Prozentsatz der Wildschweine mit HEV infiziert. Studien über das Vorkommen von HEV in der Hausschweinepopulation und das daraus resultierende zoonotische Risiko für die Bevölkerung besonders in Bezug auf mögliche Übertragungsrisiken durch Lebensmittel stehen noch aus.

Autorinnen:
Christine Bächlein, Beatrice Grummer
Institut für Virologie
Zentrum für Infektionsmedizin
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Bünteweg 17
30559 Hannover

 

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