Aktuelle Informationen:

  • 2020-04-05 Schreiben des Präsidenten des BbT zur Coronakrise und zur Durchführung von Veterinärpraktika in den Ämtern Link >>>
  • 2020-08-28 Stellungnahme zur Neufassung derv AVV-Rüb durch BbT, BVLK und foodwatch Link >>> 
  • 2020-10-07 Pressemeldung des BbT zu Tiertransporten von Nutztieren in Drittländer Link >>>
  • Stellenausschreibungen Link >>>
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Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIALS 3/2020

Liebe Leserinnen und Leser,

„Die Kürze des Lebens, die Stumpfheit der Sinne, die Starre der Gleichgültigkeit und nutzlose Beschäftigung gestattet uns bloß, wenig zu wissen …“ (Nikolaus Kopernikus (1473-1543), Domherr in Frauenburg/ Ermland in Preußen).
Langsames und verstehendes Lesen dieser Worte des deutschen Arztes und Astronomen lässt die seit der Entstehung dieses Zitates vergangenen Jahrhunderte schwinden! Denkende Menschen können sich in diesen Aussagen wiederfinden, so auch wir.
Bei der Formulierung der „nutzlosen Beschäftigung“ stockt einem fast der Atem. Täglich haben wir damit zu tun! Da gehört das Ringen um die eigentlich als selbstverständlich angesehenen Arbeitsvoraussetzungen dazu; um eine zeitgemäße IT-Ausstattung, den Parkplatz für das dienstlich genutzte aber nicht anerkannten Privat-Kfz, um die sich zur Selbstbeschäftigung auswachsende Risikoanalyse und Dokumentation in Qualitätssicherungs-Systemen. Um die Berechnung von Kontrollfrequenzen, die in manchen Ämtern regelmäßig nicht schaffbar sind, die Beschäftigung mit Tiertransportanträgen, deren Bearbeitung sich als Puzzlespiel anmutet – ohne irgendeine Lenkung durch die außenvertretungsbefugten Behörden des Bundes und der EU.
Täglich bieten wir einen beträchtlichen Teil unserer amtstierärztlichen Tätigkeit auf, um..........

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Bovine Neonatale Panzytopenie (BNP)– „Blutschwitzen der Kälber“
Versuch einer ätiologischen Annäherung
Dr. Arno Piontkowski
BUNDESVERBAND DER BEAMTETEN TIERÄRZTE
Vereinigung der Tierärztinnen und Tierärzte im öffentlichen Dienst

Es gibt etwa 2000 berichtete Fälle von BNP in Europa, davon ca. 1600 in Deutschland. Das Auftreten ist seit 2007 bei 1 bis 4 Wochen alten Kälbern bekannt. Leitsymptome sind Fieber und Spontanblutungen nach außen und innen. Hinzu kommen schwere Sekundärinfektionen. Der Tod tritt wenige Stunden bis Tage nach den ersten Anzeichen ein. Patho(histo)logisch dominieren Knochenmarkdepressionen, Panzytopenien, schwere Thrombozytopenien sowie massive Blutungen. Epidemiologisch betrachtet fällt auf, dass normalerweise nur wenige Fälle in den Herden auftreten, vereinzelt aber auch gehäufte Fälle zu empfindlichen Verlusten führen. Das Syndrom kann durch Kolostrumverabreichung an „fremde“ Kälber provoziert werden, wobei die Latenz zwischen Kolostrumaufnahme und dem Auftreten erster Symptome mehrere Tage beträgt.

Einrichtung von Restriktionsgebieten im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung am Beispiel von NRW unter Berücksichtigung des Rechtsinstruments der Tierseuchenverfügung bzw. –verordnung

 

Die Rechtsform der Einrichtung von Restriktionsgebieten im Rahmen der Tierseuchen­bekämpfung (i.e. Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet) wird speziell in NRW seit einiger Zeit kontrovers diskutiert. Als Alternativen kommen eine Tierseuchenverfügung in Form einer Allgemeinverfügung oder eine Tierseuchenverordnung in Betracht. Letztere ist nach allgemeiner Wahrnehmung mit dem Makel behaftet, nur mit Verzögerung wirksam zu werden, da der Verkündungsweg u. U. mehrere Tage in Anspruch nimmt. Kompensatorisch wurde in der Vergangenheit im Sperrbezirk und teilweise auch im Beobachtungsgebiet der Weg der Zustellung durch Boten gewählt. Teilweise wird unter Hinweis auf die Rechtssystematik des Tierseuchenrechts in Frage gestellt, dass ein Restriktionsgebiet durch ordnungsbehördliche Tierseuchen­verordnung bestimmt werden kann.

Newcastle-Disease (ND) bei Tauben - Veterinärbehördliches Vorgehen

Immer wieder kommt es vor, dass ND in reinen Taubenhaltungen festgestellt wird. Hinsichtlich des behördlichen Vorgehens ist die Geflügelpest-Verordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Dezember 2005 (BGBl. I S. 2663) einschlägig, da diese Verordnung durch die Geflügelpest-Verordnung vom 18. Oktober 2007 (BGBl. I S. 2348) zwar aufgehoben wurde, aber durch § 67 II dieser Verordnung speziell bei ND weiter anzuwenden ist.
Damit müsste eigentlich de jure bei der Feststellung von ND bei Tauben ein Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet eingerichtet werden (§ 15 und § 16).

icon Expertise zur Einrichtung von Restriktionsgebieten im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung am Beispiel von NRW unter Berücksichtigung der Rechtsinstrumente der Tierseuchenverfügung bzw. –verordnung

Die Rechtsform der Einrichtung von Restriktionsgebieten im Rahmen der Tierseuchen­bekämpfung (i.e. Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet) wird speziell in NRW seit einiger Zeit kontrovers diskutiert. Als Alternativen kommen eine Tierseuchenverfügung in Form einer Allgemeinverfügung oder eine Tierseuchenverordnung in Betracht. Letztere ist nach allgemeiner Wahrnehmung mit dem Makel behaftet, dass der Verkündungsweg u. U. mehrere Tage in Anspruch nimmt und sie deshalb nur mit Verzögerung rechtswirksam wird. Kompensatorisch wurde in der Vergangenheit im Sperrbezirk und teilweise auch im Beobachtungsgebiet der Weg der Zustellung durch Boten gewählt. Teilweise wird unter Hinweis auf die

Blauzungenkrankheit in Mitteleuropa: Erste Erfahrungen mit der flächendeckenden Impfung

F.J. Conraths, J. Gethmann, C. Probst, B. Hoffmann, M. Beer, T.C. Mettenleiter
Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit

Am 21. August 2006 wurde die Blauzungenkrankheit, eine nicht-kontagiöse, von Culicoides spp. (Gnitzen) übertragene Infektion mit einem

Entwurf einer Ersten Verordnung zur Änderung der Viehverkehrsverordnung in der Fassung, wie sie nunmehr dem Bundesrat zugeleitet worden ist: Die Behandlung der Verordnung ist für die Sitzung des Bundesrates am 18.12.2009 vorgesehen. Mit der Verordnung zur Änderung der Viehverkehrsverordnung werden Regelungen zur Durchführung der Verordnungen (EG) Nr. 933/2008 der Kommission vom 23. September 2008 zur Änderung des Anhangs der Verordnung (EG) Nr. 21/2004 des Rates in Bezug auf die Kennzeichnung der Tiere und den Inhalt der Begleitdokumente sowie Nr. 504/2008 der Kommission vom 6. Juni 2008 zur Umsetzung der Richtlinien 90/426/EWG und 90/427/EWG des Rates in Bezug auf Methoden zur Identifizierung von Equiden getroffen.

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