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Am 4. Mai d. J. hatte der BbT die Referate 332 und 333 des BMELV, das FLI, den Arbeitsstab und die Tierseuchenreferenten der Länder zu einer Konferenz nach Bonn eingeladen, um vorrangig Wege zur Einrichtung von "Stand-Still-Zonen" zu diskutieren. Ein weiteres Thema war die Verbesserung der Tierseuchen-Frühwarnung in Deutschland. Von den Bbt-Vertretern - Präsident Hartmannn und Vizepräsident Piontkowski - wurde dazu auf Länder wie die Niederlande und die USA verwiesen, in denen durch spezielle eigene Dienste (www.aphis.usda.gov/emergency_response) weltweit kontinuierlich Ausbrüche von Tierseuchen registriert und hinsichtlich ihrer Bedeutung für eine potenzielle Gefährdung des eigenen Landes analysiert werden. Nach Auffassung des BbT stände es Deutschland gut an, hier ein vergleichbares System zu etablieren.

Als ersten Schritt in diese Richtung übersendet BMELV den Ländern nunmehr auf der Basis der OIE-Daten und des ADNS (http://ec.europa.eu/food/animal/diseases/adns) wöchentlich aktualisierte Listen über aktive relevante Tierseuchen. Wünschenswert wäre aus Sicht des Verbandes, wenn nach dieser begrüßenswerten Neuerung durch Bundesinstitutionen auch eine weniger wissenschaftlich, sondern mehr pragmatisch orientierte Risikobewertung unter Berücksichtigung konkreter Handelsbeziehungen vorgenommen würde.