Der 39. Int. Veterinärkongress des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte e.V. und das Anschlussseminar finden vom 19. bis 22.04.2020 statt.
Das Progrmm zu den Veranstaltungen finden sie hier:
39.BbT-Kongress 2020 / Anschlussseminar 2020 / Rahmenprogramm

hier: Anmeldung zu den oben genannten Veranstaltungen​

 

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Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIALS 4/2019

„Was ich am wenigsten studiert habe, ist die Politik; sie besteht aus Lug und Trug und passt nicht für meinen Charakter ...“ meinte Friedrich II. (1712 - 1786)

Wenn in diesem Satz ein Körnchen Wahrheit liegt, sollte man hinterfragen, warum man sich dennoch mit Politik beschäftigt. Mit dem Analysieren, wer etwas sagt und welchem Zweck es dienen könnte – denn genau das ist Politik. Jede Kräftegruppierung lotet das für sie Machbare aus: Egal, ob es nun individuelles Interesse, Lobbyarbeit, Profilsuche, Gewinnsucht oder Einflussnahme ist.
Oligarche Strukturen in der Distribution, Gewinnung und Verarbeitung von Lebensmitteln bestimmen die Marktpolitik und damit auch Einstellungen und Entwicklungen. Primärerzeuger werden bzw. sind abhängig vom Preisdiktat. Es folgt ein Wachsen oder Weichen. Lässt Marx doch noch grüßen?

Im Zuge der Listerienfunde im Wilke-Fall melden sich viele zu Wort. Medien- und Politikvertreter sowie Wirtschaftsmagnaten stellen Mängel in der Überwachung fest – wo doch deren eigene Aktivitäten zu hinterfragen sind. Forderungen werden postuliert. Neue Behördenstrukturen diskutiert. ....hier weiterlesen....

Das erste VIG 2008 enthält eine Klausel mit der Verpflichtung zur Überprüfung des Gesetzes nach 2 Jahren. Das VIG hatte damals nach langem Prozedere im 2. Anlauf die Unterschrift des Bundespräsidenten erhalten.
Nach Auskunft des federführenden Bundesministeriums ist die Novelle das Ergebnis einer umfassenden wissenschaftsbasierten Evaluation. Die Evaluierungsphase dauerte nahezu ein Jahr. Als wesentliche Änderungen für die Lebensmittelüberwachungsbehörden sind anzusehen:

Transparenzinitiative  der  Bundesländer zur Entwicklung eines bundeseinheitlichen Modells zur Veröffentlichung der Ergebnisse amtlicher Betriebskontrollen der Lebensmittel-überwachung

Seit 2010 gibt es auf verschiedensten Ebenen verstärkt Initiativen, Ergebnisse amtlicher Kontrollen öffentlich zu machen. Die konkretesten Modelle wurden dabei wohl mit der Transparenzinitiative der Bundesländer erarbeitet. Auf der Grundlage eines Beschlusses der Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK) vom Herbst 2010 wurde von der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV) unter Federführung von Nordrhein-Westfalen ein Vorschlag für ein nationales Transparenzsystem erarbeitet.
Zuvor wurden über Leitfragen Verbände und Institutionen angehört.
Der BbT begleitet diesen Prozess von Beginn an aktiv, aber nicht unkritisch.

Seit der Einführung der Schlachttier- und Fleischuntersuchung Anfang des 20. Jahrhunderts hat sich die Gesundheit in den Tierbeständen stark verändert. Klassische Zoonosen, die durch klinische und/oder pathologisch-anatomische Untersuchungen erkannt werden können, spielen kaum mehr eine Rolle. Heute bedeutsame Zoonosen, wie z.B. die durch Salmonellen, Campylobacter, Toxoplasmen und Yersinien verursachten, verlaufen beim Schwein i.d.R. subklinisch und zeigen keine Veränderungen an Tierkörpern und Organen.

BMELV: Charta für Landwirtschaft und Verbraucherschutz – Einladung zum Mitreden

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat  Anfang April 2011 einen Prozess zur Erarbeitung einer Charta für Landwirtschaft und Verbraucherschutz begonnen. Ziel ist es, die Handlungsfelder und Lösungswege für die zukünftige Land- und Ernährungswirtschaft zu beschreiben. Die zukunftsorientierte Ausrichtung gesetzlicher Regelungen (z.B. Tierschutz), Fördermaßnahmen (z.B. Bioenergie) und Zielvorgaben (z.B. Ressourcenschutz) soll dabei unter Einbeziehung der Vorstellungen der Verbraucherinnen und Verbraucher debattiert werden.

Begonnen wird die Debatte in vier Workshops und über das Internet. In folgenden Workshops sollen ausgewählte Themen und Handlungsfelder mit Vertretern breiter gesellschaftlicher Kreise diskutiert werden:
Workshop Umwelt am 15. März 2011

Bei der Anwendung von CO2 an Tieren geht es insbesondere um seine narkotisierende Wirkung. Die Anästhesie und die Bewusstlosigkeit unter CO2 sind auf eine ph-Absenkung des Liquor cerebrospinalis zurückzuführen (Literatur bei Mühlbauer: Untersuchungen zur Belastung bei der Kastration von Saugferkeln unter CO2-Narkose; Inaugural-Dissertation 2009). Gerade die Anwendung für die Kastration wirft die Frage nach der Spezifikation des Gases auf. Die Verwendung als Narkotikum stellt zweifellos eine Bestimmung des CO2 zur Beeinflussung der physiologischen Funktion des Zieltiers – hier des Saugferkels – dar. Mithin ist das Gas mit dieser Zweckbestimmung als Arzneimittel nach § 2, Abs. 1, Nr. 2 a des Arzneimittelgesetzes (AMG) einzustufen. Während im Humanbereich CO2 auch als Medizinprodukt klassifiziert werden kann, z. B. beim Einsatz in der Laparoskopie, ist in der Tiermedizin dieser Weg versperrt. Arzneimittel, die zur Anwendung am

Die 6. Verbraucherschutzministerkonferenz hat am 17.09.2010 in Potsdam einstimmig beschlossen, „ein bundesweit verbindliches Modell zur Transparentmachung von Ergebnissen der amtlichen Lebensmittelkontrollen mit einheitlichen Bewertungsmaßstäben“ einzuführen. Dabei sollen die betroffenen Wirtschaftszweige und die Verbraucherverbände einbezogen sowie die Aspekte Kostenneutralität und geringer Aufwand für die Überwachungsbehörden berücksichtigt werden.

Die Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz hat den Auftrag, diesen Beschluss zeitnah umzusetzen und hat vor weiteren Festlegungen den relevanten Verbänden der Wirtschaft und des Verbraucherschutzes Gelegenheit geben, ihre Position zu folgenden Fragestellungen mitzuteilen, darunter auch dem Bundesverband der beamteten Tierärzte e.V. (BBT).

Das Antwortscheiben des Präsidenten des BBT, Dr. Martin Hartmann, kann hier herunter geladen werden.

Aus dem Veterinärinstitut Oldenburg a), dem Futtermittelinstitut Stade b), dem Dezernat 31 (Tierseuchenbekämpfung und Beseitigung tierischer Nebenprodukte) c) und dem Dezernat 21 (Lebensmittelüberwachung) d) des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) Rindertuberkulose in Niedersachsen

– Erfahrungen aus der Sicht der Lebensmittelüberwachung –

R. Redetzkyd), M. Brügmanna), A. Mossa), Ragna Schadewaldtb) und Martina Mahnkenc)

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