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Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIALS 2/2020

Liebe Leserinnen und Leser,

wird nach der Viruskrise die Rückkehr zum „Status quo ante“ wieder möglich sein?
Robert Merle (franz. Schriftsteller, 1908 – 2004) wirft in seiner in eine Viruspandemie eingebettete Romanhandlung „Die geschützten Männer“ die gleiche Frage auf! In dem 1974 erschienenem Buch geht es um ein Virus, das ausschließlich Männer befällt, um die Suche nach einem Impfstoff, um die Rivalität zwischen Patriachat und Matriarchat, die Rückkehr zur Demokratie nach dem Ausnahmezustand und interessante Gedankenspiele um Macht und Einfluss.

Heute stellen sich zudem die Fragen zum Urbanisierungsdrang, zu uneingeschränkten Individualreisen, zur Vielzahl von Dienstreisen, zur Globalisierung der Produktion und des Handels, zu der Kommerzialisierung der medizinischen Versorgung..........

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Die Kennzeichnungspflichten für Equiden wurden dem Stand der Wissenschaft und dem Gebot des Tierschutzes entsprechend in Rechtsvorschriften umgesetzt. Daraus resultiert unter dem Aspekt der Lebensmittelsicherheit, dass in jedem Schlachttierkörper der subkutan im Halsbereich implantierte Mikrochip / Transponder sicher entfernt wird.
Gemäß Verordnung (EG) Nr. 853/2004 haben die Lebensmittelunternehmer sicherzustellen, dass ihrer Verantwortung unterfallende Erzeugnisse tierischen Ursprungs keine physikalischen Gefahrenquellen, wie Fremdkörper, enthalten.

Insoweit haben sie dafür Sorge zu tragen, dass in Schlachtkörpern geschlachteter Pferde enthaltene Mikrochips/Transponder vor der amtlichen Fleischuntersuchung zuverlässig entfernt werden. Um dies zu gewährleisten, haben sie entsprechende HACCP-gestützte Verfahren zu implementieren und anzuwenden.
Die zuständigen Behörden, hier die amtlichen Tierärzte und amtlichen Fachassistenten, haben ihrerseits im Rahmen der Schlachttier- und Fleischuntersuchung sowie im Rahmen der Fleischhygieneüberwachung zu überprüfen, ob die Lebensmittelunternehmer dieser
Verantwortung nachkommen. Auf die Verordnung (EG) Nr. 504/2008 wird verwiesen.

Die Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV), Arbeitsgruppe Fleisch- und Geflügelfleischhygiene und fachspezifische Fragen von Lebensmitteln tierischer Herkunft (AFFL) hat in ihrer 21. Sitzung im Mai 2013 diese Rechtsauslegung bestätigt und einen entsprechenden Beschluss gefasst.

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Kommentare  

#1 Anja Dörrzapf 2013-08-12 15:00
Sehr geehrter Herr Pintscher,

die VO 504/2008 spricht in Art. 11 Abs. 2 Satz 1 von "parenteraler" Implantation des Transponders.
Empfohlen wird eine tiefe Implantation entweder in das Nackenband/Kamm fett oder in die Halsmuskulatur (also i.m.). Nur so ist eine Ortsstabilität des Transponders am ehesten gewährleistet.
Bei Impantation in die Halsmuskulatur besteht jedoch die Gefahr, dass der Transponder in die Lebensmittelket te gelangen könnte - falls er nicht wie vorgegeben mittels Lesegerät lokalisiert und entfernt wird.

Der Transponder darf aber auf keinen Fall subcutan implantiert werden, da die Ortsstabilität dann nicht gewährleistet ist!

Mit freundlichen Grüßen
Anja Dörrzapf
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