Ankündigung des 39. Veterinärkongresses und des Anschlussseminars 2022 sowie ​Anmeldung zu den AHL-Seminaren des BbT

Stellenausschreibungen

Umfrage der BTK zur Situation in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung

Leitlinie zum Schlachthofpraktikum nach § 55 Abs. 2 und 3 TAPPV

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
jtemplate.ru - free extensions Joomla

Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIALS 3/2021

Liebe Leserinnen und Leser,

„Wir wollen mehr Demokratie wagen.“
sagte Willy Brandt (*1913-1992) als Bundeskanzler in seiner 1. Regierungserklärung.
Heute wünschte man sich zudem, dass Demokratie mit mehr Vernunft und Respekt geschähe. Fehlt sie doch oft, die Mehrheit für Vernünftiges und Durchdachtes. Lobbyismus und Profilsucht prägen häufig die Wahrnehmung von Parteien, Regierungen und Parlamenten.
Bald stehen Bundestags- und verschiedene Landtagswahlen an. Ein Wettstreit um Mehrheiten und damit um Positionen der Macht ist zu beobachten. Da könnte man gleich mit einem Zitat von Hans-Jochen Vogel (1926-2020) „Macht muss dienen!“ fortfahren…
Hier drängt sich die Frage auf: Wem? Den Menschen, der Umwelt, den Tieren…?!

weiterlesen.....

 
 
 

Die Kennzeichnungspflichten für Equiden wurden dem Stand der Wissenschaft und dem Gebot des Tierschutzes entsprechend in Rechtsvorschriften umgesetzt. Daraus resultiert unter dem Aspekt der Lebensmittelsicherheit, dass in jedem Schlachttierkörper der subkutan im Halsbereich implantierte Mikrochip / Transponder sicher entfernt wird.
Gemäß Verordnung (EG) Nr. 853/2004 haben die Lebensmittelunternehmer sicherzustellen, dass ihrer Verantwortung unterfallende Erzeugnisse tierischen Ursprungs keine physikalischen Gefahrenquellen, wie Fremdkörper, enthalten.

Insoweit haben sie dafür Sorge zu tragen, dass in Schlachtkörpern geschlachteter Pferde enthaltene Mikrochips/Transponder vor der amtlichen Fleischuntersuchung zuverlässig entfernt werden. Um dies zu gewährleisten, haben sie entsprechende HACCP-gestützte Verfahren zu implementieren und anzuwenden.
Die zuständigen Behörden, hier die amtlichen Tierärzte und amtlichen Fachassistenten, haben ihrerseits im Rahmen der Schlachttier- und Fleischuntersuchung sowie im Rahmen der Fleischhygieneüberwachung zu überprüfen, ob die Lebensmittelunternehmer dieser
Verantwortung nachkommen. Auf die Verordnung (EG) Nr. 504/2008 wird verwiesen.

Die Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV), Arbeitsgruppe Fleisch- und Geflügelfleischhygiene und fachspezifische Fragen von Lebensmitteln tierischer Herkunft (AFFL) hat in ihrer 21. Sitzung im Mai 2013 diese Rechtsauslegung bestätigt und einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Mitglieder können nach erfolgter Anmeldung den Beitrag kommentieren.

Kommentare  

#1 Anja Dörrzapf 2013-08-12 15:00
Sehr geehrter Herr Pintscher,

die VO 504/2008 spricht in Art. 11 Abs. 2 Satz 1 von "parenteraler" Implantation des Transponders.
Empfohlen wird eine tiefe Implantation entweder in das Nackenband/Kamm fett oder in die Halsmuskulatur (also i.m.). Nur so ist eine Ortsstabilität des Transponders am ehesten gewährleistet.
Bei Impantation in die Halsmuskulatur besteht jedoch die Gefahr, dass der Transponder in die Lebensmittelket te gelangen könnte - falls er nicht wie vorgegeben mittels Lesegerät lokalisiert und entfernt wird.

Der Transponder darf aber auf keinen Fall subcutan implantiert werden, da die Ortsstabilität dann nicht gewährleistet ist!

Mit freundlichen Grüßen
Anja Dörrzapf
Joomla templates by a4joomla