Die 2. Tagung der Tierärztlichen Plattform Tierschutz (TPT) im Kloster Irsee zum Thema: „Haus- und Heimtiere zwischen Tierliebe und Tierleid“ findet am 07.06. und 08.06.2019 im Kloster Irsee in 87660 Irsee statt
Programm und Anmeldung (nur online) ab sofort über diesen Link

Sehr gehrte TeilnehmerInnen des 38. Bbt-Kongress 2019 und des Anschlussseminares,
wir bemühen uns, Ihnen so schnell als möglich die Präsentationen zu den Referaten zur Verfügung zustellen. Sofern Sie noch keinen Zugang zu unserer Homepage besitzen, werden Ihnen in den nächsten Wochen die Zugangsdaten per Email zugesandt. Bitte achten Sie auf Eingänge in Ihrem Spampostfach. Haben Sie also bitte noch etwas Geduld. Danke

 

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Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIALS

EDITORIAL 1/2019

Liebe Leserinnen und Leser,

„Die verborgene Quelle des Humors ist nicht die Freude, sondern der Kummer“,

sagte einst Mark Twain (1835-1910).

Wie sonst - als mit Humor - sollte man den täglichen Herausforderungen begegnen? Humor, der uns hilft, mit dem problembeladenen Tagesgeschäft und den oft unauflösbaren Widersprüchen der gesellschaftlichen Forderungen umzugehen.

Diese Widersprüche sind wie die sinnbildlichen Mühlsteine, zwischen die man gerät, oder die Stühle, zwischen denen man sitzt. Leider wird oft die vermeintliche Unauflösbarkeit von Konflikten der Gesellschaft an den Unzulänglichkeiten der Frontsoldaten, der Polizei und auch an der Amtstierärzteschaft festgemacht.
Die Konfliktparteien können quasi gemeinsam Verantwortliche präsentieren. Diese Verantwortlichen werden als zum Schweigen verpflichtete Grundmatrix gesehen. Die nichts zu sagen hat, aber verantwortlich gemacht wird. Das Sagen beanspruchen NGO´s und die Wirtschaft. Die Politik agiert irgendwo dazwischen und lässt die Exekutive im Regen der Aggressionen stehen. Und die Mehrheit der Konsumenten schweigt oder ist empört, je nach Gefühlslage.

Dies ist aber zu einfach gedacht, die Widersprüche sind globaler und komplexer!

Das Problemfeld der Tiertransporte wird derzeit an der Attestierung des Amtstierarztes festgemacht. Schließlich hat derzeit die/der einzelne Amtstierärztin/Amtstierarzt mit ihrer/seiner Unterschrift über pro und contra zu entscheiden. Ein inzwischen uferloses und widersprüchliches Regelgeflecht von Bedingungen, ein schwieriges Transportdaten-Verarbeitungssystem und die bekannt gewordenen Bilder über den Umgang mit Nutztieren auf Transporten und Schlachthöfen in Drittländern sind zu einer unüberwindbaren Hürde auf dem Weg zu einer gesellschaftlich akzeptablen Entscheidung geworden.

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Sie ermöglichen seit Jahren durch die Übernahme der Betreuung von Studierenden die Ableistung der praktischen Ausbildung nach der tierärztlichen Approbationsverordnung. Ich möchte Ihnen dafür und auch für die Rückmeldungen durch die Evaluierungsbögen herzlich danken. 

Heute möchte ich Sie als Sprecherin des Arbeitskreises Lehre informieren, dass 2014 bereits der dritte „Katalog der Lehrinhalte lebensmittelhygienischer Fächer an den deutschsprachigen tierärztlichen Ausbildungsstätten“ erschien. Er ist das erfolgreiche Ergebnis gemeinsamer Bemühungen der Hochschullehrer aus Berlin, Gießen, Hannover, Leipzig, München, Wien und Zürich, die Ausbildungsinhalte der Fächer Fleisch-, Lebensmittel- und Milchhygiene abzustimmen. 

Die Kennzeichnungspflichten für Equiden wurden dem Stand der Wissenschaft und dem Gebot des Tierschutzes entsprechend in Rechtsvorschriften umgesetzt. Daraus resultiert unter dem Aspekt der Lebensmittelsicherheit, dass in jedem Schlachttierkörper der subkutan im Halsbereich implantierte Mikrochip / Transponder sicher entfernt wird.
Gemäß Verordnung (EG) Nr. 853/2004 haben die Lebensmittelunternehmer sicherzustellen, dass ihrer Verantwortung unterfallende Erzeugnisse tierischen Ursprungs keine physikalischen Gefahrenquellen, wie Fremdkörper, enthalten.

Die Veröffentlichungspraxis in den Bundesländern ist in den einschlägigen Internetportalen ersichtlich. Dabei zeigen sich im Ländervergleich große Differenzen  hinsichtlich der Anzahl der veröffentlichten Einzelfälle.

Die bereits im Gesetzgebungsverfahren von Seiten der Wirtschaft und vom BbT kritisch gesehenen Gesetzesformulierungen wurden zwischenzeitlich von zahlreichen  Verwaltungsgerichten einer Prüfung unterzogen. In der Mehrzahl der bisher ergangenen Eilentscheidungen wurden die Veröffentlichungen der Verwaltungsbehörden nicht bzw. nur teilweise bestätigt. Eine einheitliche Tendenz in der Rechtsprechung  zeichnet sich noch nicht ab.

Veröffentlichungsportale nach § 40 LFGB (Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch):
 
Die Diskussion über Transparenz wird inzwischen in vielen Fachbereichen und gesellschaftlichen Ebenen geführt. Transparenzinitiativen im gesundheitlichen Verbraucherschutz erfahren im hohen Maße öffentliches Interesse.

Eine einheitliche und klar strukturierte Veröffentlichungsform der Behörden existiert bisher in Deutschland nur teilweise. Verbraucher

Am 1. September 2012 tritt das Gesetz zur Änderung des Rechts der Verbraucherinformation in Kraft. Ursprünglicher Anlass des Gesetzungsgebungsverfahrens war die verpflichtende Evaluierung des Verbraucherinformationsgesetzes (VIG). Wegen aktueller Ereignisse (Dioxinskandal zum Jahreswechsel 2010/2011) wurde die Gesetzesnovelle thematisch erweitert. Im Ergebnis wurde sowohl das VIG geändert als auch das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) mit der Einführung eines Paragraphen 40 Abs. 1a wesentlich erweitert. Die Erweiterung umfasst insbesondere im § 40 Abs. 1a LFGB den verpflichtenden Zugang zu Unternehmensinformationen für Verbraucher durch die Behörde.
Die obersten Landesbehörden haben wegen der komplexen Rechtszusammenhänge dazu Auslegungshinweise für die Arbeitsebene erstellt innerhalb einer gemeinsamen Arbeitsplattform „Um-setzung des § 40 Absatz 1a LFGB“. Diese Arbeitsergebnisse sind nunmehr auf Länderebene in durchaus verschiedener Form umgesetzt worden.

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (Erlass_zum_010912_zu__40_Abs1a_LFGB_-_Stand_240812_endg.pdf)Erlass MKULNV

Das aktuell veröffentlichte wissenschaftliche Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stellt fest, dass die derzeitige Form der Geflügelfleischuntersuchung (visuelle Post-Mortem-Untersuchung) nicht genügt, um den wichtigsten biologischen Gefahren für die öffentliche Gesundheit zu begegnen. Insbesondere gesundheitliche Gefahren durch Campylobacter, Salmonella und ESBL/AmpC-bildenden Bakterien werden mit den derzeitigen Verfahren nicht erkannt.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) haben ihren Jahresbericht zu Zoonosen und lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen in der Europäischen Union für das Jahr 2010 veröffentlicht.

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