Sehr gehrte TeilnehmerInnen des 38. Bbt-Kongress 2019 und des Anschlussseminares,
die Präsentationen des Kongresses, soweit sie zur Verfügung stehen, sind eingestellt. W
ir bemühen uns, Ihnen so schnell als möglich auch die Präsentationen zum Anschlussseminar zur Verfügung zustellen. Sofern Sie noch keinen Zugang zu unserer Homepage besitzen, werden Ihnen in den nächsten Wochen die Zugangsdaten per Email zugesandt. Bitte achten Sie auf Eingänge in Ihrem Spamordner Ihres Mailpostfachs. Haben Sie also bitte noch etwas Geduld. Danke

 

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Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIALS

EDITORIAL 2/2019

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

„Mit Worten lässt sich trefflich streiten, mit Worten ein System bereiten ...“ (J. W. v. Goethe)

Genau das war sinngemäß das Ziel des 38. Internationalen Veterinärkongresses in Bad Staffelstein.

700 Teilnehmer aus dem deutschen Sprachraum konnten sich anhand von 26 Fachreferaten aus Wissenschaft und Verwaltungspraxis informieren, diese hinterfragen und diskutieren.

Die Schwerpunkte aus Tierseuchenbekämpfung, Tierschutz und der Lebensmittelhygiene waren zum Teil mit Brisanz geladen.............

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Knapp 200 Teilnehmer haben am 29. November 2012 gespannt die Vorträge auf dem gemeinsam mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover veranstalteten SeminaTrinkwasserseminar 11. Nov. 2012 - r des BbT zur Tränkwasserhygiene verfolgt. Bereits Minister Lindemann hatte in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Versorgung der Tiere mit einwandfreiem Wasser hingewiesen. Es scheint alles andere als selbstverständlich zu sein, dass das auch gelingt. Viele Landwirte scheinen zu glauben, dass mit der Verwendung von Stadtwasser anstelle von Brunnenwasser eigentlich alle Probleme gelöst sein müssten. Dem ist aber definitiv nicht so. Vielmehr muss man nach der Veranstaltung den Eindruck gewinnen, dass die Qualität des Tränkwassers deutlich verbesserungsfähig - wenn nicht sogar -bedürftig - ist. Aber offensichtlich nicht nur die Qualität, sondern auch die Wasserversorgung der Tiere allgemein: Die Probleme fangen bei der Montagehöhe der Tränkstellen, dem Wasserdruck im System und der Funktionsfähikeit der Tränkenippel an (Durchflussraten). Gerade

im Sauenbereich deutet vieles auf eine Unterversorgung mit Wasser nicht nur einzelner Tiere hin. Biofilme sind zwar ein schon länger bekanntes, aber keineswegs gelöstes Problem in der Tierhaltung. Um so wichtiger sind Maßnahmen zur Eindämmung dieses Problems. Stereotypes Vorgehen hilft nur begrenzt. Wie in der Medizin sollte am Anfang eine solide Diagnose bzw. Situationsanalyse stehen, nach der sich die Maßnahmen zu richten haben. Wer hier spart, geht das Risiko ein, am Ende eine deutlich höhere "Rechnung" in Form von Leistungseinbußen oder -ausfällen sowie Krankheitsbekämpfung bezahlen zu müssen. Dabei kommt es entscheidend darauf an, wie beim Qualitätsmangement die Dinge zu Ende zu denken, also gelöste Biofilme z. B. komplett auszuspülen und nach Standzeiten von Wasser im System vor der Neubelegung von Ställen ebenfalls alle Tränkestellen ausreichend lange zu spülen. Ähnliches gilt für die Tränkwassermedikation: Auch hier ist ein gut funktionierendes Wasserversorgungssystem die Grundlage einer erfolgreichen Therapie über die Tränke. Daneben spielen Löslichkeit, Schmackhaftigkeit und Stabilität des gebrauchsfertigen Arzneimittels eine entscheidende Rolle.

Einige Teilnehmer schätzten "aus der Hand", dass eine Optimierung der Tränkwasserhygiene eine Einsparung von bis zu 20 % bei Antibiotika bringen könnte.

Die auf dem Seminar gehaltenen Vorträge werden demnächst in der Rubrik "Zugang zu den Seminar- und Kongressberichten" frei zugänglich gemacht.

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