Ankündigung des 39. Veterinärkongresses und des Anschlussseminars 2022 sowie ​Anmeldung zu den AHL-Seminaren des BbT

Stellenausschreibungen

Umfrage der BTK zur Situation in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung

Leitlinie zum Schlachthofpraktikum nach § 55 Abs. 2 und 3 TAPPV

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle - EDITORIALS 3/2021

Liebe Leserinnen und Leser,

„Wir wollen mehr Demokratie wagen.“
sagte Willy Brandt (*1913-1992) als Bundeskanzler in seiner 1. Regierungserklärung.
Heute wünschte man sich zudem, dass Demokratie mit mehr Vernunft und Respekt geschähe. Fehlt sie doch oft, die Mehrheit für Vernünftiges und Durchdachtes. Lobbyismus und Profilsucht prägen häufig die Wahrnehmung von Parteien, Regierungen und Parlamenten.
Bald stehen Bundestags- und verschiedene Landtagswahlen an. Ein Wettstreit um Mehrheiten und damit um Positionen der Macht ist zu beobachten. Da könnte man gleich mit einem Zitat von Hans-Jochen Vogel (1926-2020) „Macht muss dienen!“ fortfahren…
Hier drängt sich die Frage auf: Wem? Den Menschen, der Umwelt, den Tieren…?!

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Knapp 200 Teilnehmer haben am 29. November 2012 gespannt die Vorträge auf dem gemeinsam mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover veranstalteten SeminaTrinkwasserseminar 11. Nov. 2012 - r des BbT zur Tränkwasserhygiene verfolgt. Bereits Minister Lindemann hatte in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Versorgung der Tiere mit einwandfreiem Wasser hingewiesen. Es scheint alles andere als selbstverständlich zu sein, dass das auch gelingt. Viele Landwirte scheinen zu glauben, dass mit der Verwendung von Stadtwasser anstelle von Brunnenwasser eigentlich alle Probleme gelöst sein müssten. Dem ist aber definitiv nicht so. Vielmehr muss man nach der Veranstaltung den Eindruck gewinnen, dass die Qualität des Tränkwassers deutlich verbesserungsfähig - wenn nicht sogar -bedürftig - ist. Aber offensichtlich nicht nur die Qualität, sondern auch die Wasserversorgung der Tiere allgemein: Die Probleme fangen bei der Montagehöhe der Tränkstellen, dem Wasserdruck im System und der Funktionsfähikeit der Tränkenippel an (Durchflussraten). Gerade

im Sauenbereich deutet vieles auf eine Unterversorgung mit Wasser nicht nur einzelner Tiere hin. Biofilme sind zwar ein schon länger bekanntes, aber keineswegs gelöstes Problem in der Tierhaltung. Um so wichtiger sind Maßnahmen zur Eindämmung dieses Problems. Stereotypes Vorgehen hilft nur begrenzt. Wie in der Medizin sollte am Anfang eine solide Diagnose bzw. Situationsanalyse stehen, nach der sich die Maßnahmen zu richten haben. Wer hier spart, geht das Risiko ein, am Ende eine deutlich höhere "Rechnung" in Form von Leistungseinbußen oder -ausfällen sowie Krankheitsbekämpfung bezahlen zu müssen. Dabei kommt es entscheidend darauf an, wie beim Qualitätsmangement die Dinge zu Ende zu denken, also gelöste Biofilme z. B. komplett auszuspülen und nach Standzeiten von Wasser im System vor der Neubelegung von Ställen ebenfalls alle Tränkestellen ausreichend lange zu spülen. Ähnliches gilt für die Tränkwassermedikation: Auch hier ist ein gut funktionierendes Wasserversorgungssystem die Grundlage einer erfolgreichen Therapie über die Tränke. Daneben spielen Löslichkeit, Schmackhaftigkeit und Stabilität des gebrauchsfertigen Arzneimittels eine entscheidende Rolle.

Einige Teilnehmer schätzten "aus der Hand", dass eine Optimierung der Tränkwasserhygiene eine Einsparung von bis zu 20 % bei Antibiotika bringen könnte.

Die auf dem Seminar gehaltenen Vorträge werden demnächst in der Rubrik "Zugang zu den Seminar- und Kongressberichten" frei zugänglich gemacht.

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